Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft ist erstmals ins Finale der Volleyball Nations League (VNL) eingezogen. Trotz einer 1:3-Niederlage (22:25, 25:18, 22:25, 13:25) im letzten Gruppenspiel gegen Olympiasieger USA schaffte es das Team von Bundestrainer Vital Heynen mit insgesamt sieben Siegen aus zwölf Spielen unter die besten acht Teams. Die Endrunde findet vom 12. bis 17. Juli in den USA statt.

„Natürlich ist die Freude riesengroß, wir sind unfassbar stolz auf unsere Leistung“, freute sich Kapitänin Anna Pogany über den Einzug ins Final-Eight. Die letzten Wochen seien mit den vielen Reisen, der Zeitverschiebung und den zwölf Spielen eine Herausforderung gewesen. „Aber wir sind als Mannschaft gewachsen und sind immer besser geworden“, sagte die Libera, die sich mit ihrem Team „riesig“ freut, sich mit den sieben anderen besten Mannschaften der Welt messen zu dürfen. „Das ist ein bisschen die Kirsche auf der Torte.“ Auf wen das deutsche Team im Viertelfinale trifft, entscheidet sich erst mit den letzten Gruppenspielen am Sonntag. „Wir werden alles reinhauen. Ich denke, wir sind ein unangenehmer Gegner“, sagte Pogany.

Gegen die USA starteten die DVV-Frauen mit Pia Kästner, Hanna Orthmann, Lena Stigrot, Lina Alsmeier, Camilla Weitzel und Marie Schölzel sowie Anna Pogany und erspielten sich mit zwei Blockpunkten von Weitzel und Schölzel eine 6:2-Führung. Den Vorsprung hielten sie lange (19:16). Doch mit drei Punkten in Folge glichen die USA aus und hatten beim 21:24 Satzbälle. Stigrot wehrte den ersten noch ab, doch dann landete ihr Aufschlag im Aus.

Der zweite Durchgang startete ausgeglichen, ehe sich das deutsche Team mit zwei Punkten von Orthmann mit 9:5 absetzen konnte. Beim 14:9 nahmen die USA bereits die zweite Auszeit. Mit einem Block von Weitzel und einem Ass von Kästner wuchs der Vorsprung auf 16:9. Die USA kamen zwar nochmal auf drei Punkte heran, doch die Deutschen brachten den Satz souverän zu Ende.

Heynen zeigte sich in der Pause mehr als zufrieden: „Wir haben beide Sätze gut gespielt, unsere Block-Abwehr ist unglaublich.“ Der Bundestrainer hatte erwartet, dass sein Team im dritten Spiel in drei Tagen müde wäre, „aber wir spielen so gut, ich bin wirklich beeindruckt“.

Doch im dritten Satz erwischte sein Team keinen guten Start und lag schnell mit 0:5 zurück. Die USA hielten den deutlichen Vorsprung (6:12). Heynen wechselte durch, brachte Weske, Glaab, Stautz und Agbortabi. Erst als der Satz beim 16:23 schon verloren schien, starteten die Deutschen eine Aufholjagd, die jedoch nicht mehr belohnt wurde.

Im vierten Durchgang gelang den DVV-Frauen nur noch wenig, während die USA nach Belieben punkteten (2:10, 5:16). Die Amerikanerinnen verteidigten stark und setzten die Deutschen mit druckvollen Aufschlägen immer wieder unter Druck. Mit einem Block gegen Alsmeier holten die USA sich schließlich den verdienten Sieg.

„Wir sind gut gestartet und haben gleich im ersten Satz gemerkt, dass was gehen könnte“, sagte Anna Pogany. Sie sei „super stolz“, wie sie im zweiten Satz gespielt haben. „Wir haben gezeigt, dass wir mit den besten Teams der Welt mithalten können.“ Zum Ende seien ihnen „ein bisschen die Körner ausgegangen“. „Wir haben es leider nicht geschafft, diese Leistung drei Sätze konstant abzurufen, aber daran arbeiten wir noch“, so die Kapitänin, die sich nun auf ein paar Tage Pause in der Heimat freut, bevor die Vorbereitung für das Finalturnier beginnt.

Spielplan VNL Woche 3

Dienstag, 27. Juni: Deutschland vs. Dominikanische Republik 3:1 (25:19, 25:18, 18:25, 25:21)
Donnerstag, 29. Juni: Deutschland vs. Polen 2:3 (25:15, 19:25, 19:25, 25:19, 15:17)
Freitag, 30. Juni: Deutschland vs. Serbien 1:3 (17:25, 25:23, 16:25, 28:30)
Samstag, 1. Juli: Deutschland vs. USA 1:3 (22:25, 25:18, 22:25, 13:25)

Alle Spiele der VNL werden im kostenpflichtigen Livestream bei volleyballworld.tv gezeigt.

(Pressemeldung DVV)