SSC sichert sich den ersten Champions League Sieg der Rückrunde

2. Februar 2021
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© Auftaktsieg nach Comeback Foto: Michael Dittmer

Mit 3:2 startet der SSC Palmberg Schwerin um Kapitänin Greta Szakmary in das Rückrundenturnier und sichert sich somit 2 Punkte! Bereits im ersten Spiel des Tages geht es über die volle Distanz von fünf Sätzen. Im Vorfeld setzte sich Unet e-work Busto Arsizio im italienischen Duell gegen Salvino Del Bene Scandicci mit 3:2 durch.

Der Start der Schwerinerinnen ist etwas verlegen, es braucht einige Punkte, bis sie die Nervosität ablegen können. Außenangreiferin Lina Alsmeier, am Ende erfolgreichste Punktesammlerin auf Seiten des SSC, sorgt mit einem schönen Diagonalangriff für den Anschluss zum 4:5. Beim zwischenzeitlichen Ausgleich zum 10:10 ist keine Spur mehr von Nervosität, Hayley Spelman erwischt die Finger des polnischen Blocks zur Führung – 11:10. Zwei starke Aktionen in Folge von Lina Alsmeier bringen dem SSC einen Vorsprung von fünf Punkten. Mit einer stabilen Annahme kann Zuspielerin Denise Imoudu ihre Angreiferinnen variabel in Szene setzen. Am Ende des ersten Satzes ist es wieder Lina Alsmeier, die mit zwei Hinterfeldangriffen über Position sechs und einem gestopften Ball den Schweriner Satzgewinn perfekt macht. Mit 25:18 geht dieser Satz an den SSC.

Zu Beginn von Satz zwei kann sich keine der zwei Mannschaften entscheidend absetzen. Nach einem erfolgreichen Angriff durch die Mitte von Schwerin Lauren Barfield und dem Ausgleich zum 6:6 bleibt alles weiter offen. Doch im Verlauf dieses Satzes kommen die Polinnen immer besser ins Spiel, besonders die Diagonalangreiferin Kiera van Ryk ist jetzt im Spiel und punktet mit ihren Angriffen. Schwerin kämpft weiter und nach einem Einbeiner von Mittelblockerin Marie Schölzel und einem Doppelblock von Marie und Denise steht es 20:21 und der SSC ist wieder dran. Rzeszow hat am Ende den längeren Atem und nimmt Schwerin Satz zwei ab. Mit 22:25 aus Sicht von Coach Felix Koslowski und seinem Team sichern sich die Polinnen den Satz.

Mit dem Stand von eins zu eins nach Sätzen ist alles wieder offen. Ähnlich wie in den beiden Durchgängen zuvor geht es eng zu, keine der zwei Mannschaften kann sich einen entscheidenden Vorsprung erarbeiten. Mittelblockerin Marie Schölzel sorgt mit einem Angriffshammer für Punkt 14, beim Stand von 16:15 gibt es den Doppelwechsel und Femke Stoltenborg sowie Taylor Agost greifen ins Spielgeschehen ein. Dem SSC gelingt es in dieser Phase nicht, den Ball entscheidend auf den Boden zu bekommen und so zieht Rzeszow auf 16:20 davon. Felix Koslowski reagiert und gibt Greta Szakmary eine kurze Pause. Für sie kommt Nicole Oude Luttikhuis aufs Feld und fügt sich direkt mit einem starken Angriff ein. Die Aufholjagd der Schwerinerinnen wird am Ende leider nicht belohnt, mit 23:25 aus Schweriner Sicht sichert sich Rzeszow knapp den dritten Satz.

Um aus diesem Spiel mindestens einen Punkt mitzunehmen, muss Schwerin diesen Durchgang für sich entscheiden. Zu Beginn ein ähnliches Bild wie in den Sätzen zuvor. Beide Teams schenken sich nichts, der Punkteabstand ist fast nie größer als zwei Breaks. Die Schweriner Annahme steht stabil, hin und wieder mischen sich kleine Abstimmungsprobleme in das Spiel der Gastgeberinnen. Nach einer langen Ralley blockt Lina Alsmeier zum 12:13. Beim 19:20 zieht Trainer Felix Koslowski seine taktische Auszeit, um seine Mannschaft noch einmal zur Ruhe zu bringen und zu fokussieren. Anschließend sorgt Marie Schölzel mit einem Monsterblock gegen die polnische Diagonalangreiferin van Ryk zum 22:20. Der SSC bleibt mutig und kämpft sich zum 26:24 und dem Satzausgleich.

Nun soll die Entscheidung im Tie Break fallen. Der SSC erwischt einen super Start, jetzt gelingt fast alles. Ein Einerblock von Lauren Barfield gegen Mittelblockerin Gabriela Polanska und ein Doppelblock von Lina Alsmeier und Lauren Barfield gegen die überragende Diagonalangreiferin van Ryk sorgen für die zwischenzeitliche 5:1 Führung und Rzeszow sieht sich gezwungen, eine taktische Auszeit zu nehmen. Doch auch diese kann den SSC um Greta Szakmary nicht stoppen, beim Stand von 8:2 werden ein letztes Mal die Seiten gewechselt. Lina Alsmeier stockt ihr Punktekonto mit guten Aktionen weiter auf und Kapitänin Greta Szakmary sorgt mit ihrem Angriff, der vom Block der Polinnen im Aus landet, für den ersten Sieg ihrer Mannschaft in der Rückrunde der Champions League.

Mit zwei Punkten aus diesem Spiel kommt Schwerin dem Erreichen des Viertelfinals ein kleines Stückchen näher, am Mittwochabend wartet Tabellenführer Scandicci, die nach der Niederlage gegen Busto sicherlich auf Angriff spielen werden.

Felix Koslowski: ” Wir fangen stark an im ersten Satz, verlieren dann unseren Rhythmus und im 3.Satz brechen wir ein. Dass wir dann so in Satz 4 wieder aufstehen, hartnäckig bleiben und unsere kleine Chance nutzen, wieder ins Spiel zu kommen, macht mich stolz. Das war eine super Charakterleistung, nach so vielen Tiefschlägen, wieder aufzustehen!”


© Hayley Spelman im Angriff Foto: Michael Dittmer

© Kapitänin Szakmary im Angriff Foto: Michael Dittmer

© Jubel nach dem gewonnenen Tiebreak Foto: Eckhard Mai

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