Der SSC Palmberg Schwerin setzt seinen perfekten Saisonstart fort und gewinnt beim amtierenden Deutschen Meister VfB Suhl LOTTO Thüringen souverän mit 3:0 (25:18, 25:17, 25:15). Mit druckvollen Aufschlägen, einer starken Block-Abwehr und variablen Angriffen kontrollierten die Schwerinerinnen die Top-Partie des Spieltags konsequent und ließen den Gastgeberinnen nur wenig Raum zur Entfaltung. Nach nur 80 Minuten waren drei wichtige Auswärtspunkte gesichert. Marije ten Brinke nahm zudem die goldene MVP Medaille für ihre starke Leistung mit nachhause.
Der SSC Palmberg Schwerin erwischte im Spiel beim amtierenden Meister in Suhl einen guten Start, musste nach einer ersten Führung jedoch zunächst den Ausgleich hinnehmen. In sehenswerten Ballwechseln überzeugten die Gäste mit variablem Angriffsspiel und setzten sich beim 6:9 erstmals etwas ab, woraufhin Suhls Trainer Laszlo Hollosy zur Auszeit griff. Vor allem Marije ten Brinke setzte mit druckvollen Angriffen an die Hände des Suhler Blocks Akzente. Als die Gastgeberinnen zunehmend Fehler in Annahme und Block machten, nutzte Schwerin die Gelegenheit und baute den Vorsprung auf 8:13 aus. Eine weitere Suhler Auszeit beim 8:14 brachte ebenfalls keine unmittelbare Wende: Anne Hölzig blockte Hannah Hartmann zum 8:15. Auch vor der stimmungsvollen Kulisse der Wolfsgrube ließ sich der SSC nicht aus dem Rhythmus bringen und hielt den Vorsprung über weite Strecken souverän. Kapitänin Anne Hölzig und Devyn Robinson punkteten in der Schlussphase, während Suhl beim Stand von 18:23 mit drei Punkten in Folge noch einmal verkürzte. Felix Koslowski reagierte mit seiner ersten Auszeit, danach erspielte sich Schwerin sechs Satzbälle. Jet Kok setzte schließlich den Schlusspunkt zum 25:18 und sicherte dem SSC den ersten Durchgang.
Auch nach dem Seitenwechsel hielt der SSC Palmberg Schwerin den Aufschlagdruck hoch und setzte Suhl in der Annahme weiter unter Druck. Dank guter Aufschläge von Kapitänin Anne Hölzig gingen die Gäste schnell mit 4:1 in Führung, ehe Suus Gerritsen mit dem bis dato dritten Ass des Abends zum 6:2 nachlegte. Die Gastgeberinnen fanden kaum Lösungen gegen die Schweriner Block-Abwehr: Immer wieder blieben ihre Angriffe am Schweriner Block hängen oder wurden von Libera Britt Rampelberg entschärft. Ein Missverständnis auf Suhler Seite zum 4:10 sorgte zusätzlich für Trainerunmut an der Seitenlinie. Schwerin gelang es durchgängig, den Gastgeberinnen das eigene Spiel aufzuzwingen. Auch in allen statistischen Bereichen lagen die Gäste vorn und überzeugten mit druckvollen Angriffen sowie cleveren Lösungen gegen den Suhler Block. Trainer Laszlo Hollosy reagierte beim 5:13 mit Wechseln auf der Diagonal- und Außenposition, doch der SSC baute den Vorsprung weiter aus und lag kurz darauf bereits zehn Punkte vorn. Zum Satzende steigerten sich die Gastgeberinnen noch einmal und profitierten von einigen Schweriner Aufschlagfehlern. Mit drei Punkten in Folge verkürzte Suhl auf 15:22, worauf Felix Koslowski eine Auszeit nahm. Schwerin fing sich jedoch rechtzeitig und erspielte sich sieben Satzbälle. Mit 25:17 sicherten sich die Gäste den zweiten Durchgang und gingen mit einer 2:0-Satzführung in die nächste Pause.
Nach zwei deutlich gewonnenen Sätzen blieb der SSC Palmberg Schwerin auch im dritten Durchgang konzentriert. Statt einen möglichen Einbruch zuzulassen, starteten die Gäste mit einer 3:1-Führung, ehe Suhl ausgleichen konnte und beide Teams zunächst ihren Sideout hielten. Mit einer Aufschlagserie von Jet Kok setzte sich Schwerin erneut auf 7:4 ab. Devyn Robinson erhöhte auf 10:5, kurz darauf legte Marije ten Brinke mit einem starken Ass nach. Der Schweriner Matchplan, den Suhler Spielaufbau durch druckvolle Aufschläge früh zu stören, ging damit weiterhin voll auf. Die Gastgeberinnen stemmten sich noch einmal gegen die drohende Niederlage und verkürzten durch gute Aufschläge und Blockaktionen auf 10:12. Doch Schwerin fand die passende Antwort: Kapitänin Anne Hölzig setzte Suhl mit ihren Aufschlägen massiv unter Druck und half damit, den Vorsprung auf 18:10 auszubauen. Die Suhler Annahme fand weiterhin kaum Stabilität, sodass die Gastgeberinnen nur selten einen geordneten Angriff aufziehen konnten. Ein weiteres Ass von Jet Kok brachte den SSC mit 23:13 in Schlagdistanz zum Satzgewinn. Auch Marije ten Brinke überzeugte mit starken Aktionen im Block und Angriff und servierte beim 24:14 den ersten Matchball. Schwerin ließ sich die Gelegenheit nicht mehr nehmen und machte mit dem 25:15 den 3:0-Auswärtssieg nach nur 80 Minuten perfekt. Damit bleibt der SSC nach fünf Spielen ungeschlagen und nimmt drei wichtige Punkte aus der Wolfsgrube mit. Neben dem gelungenen Saisonstart unterstreicht der Erfolg auch die Wettbewerbsfähigkeit gegen direkte Titelkonkurrenten: Bereits zuvor hatte Schwerin Dresden besiegt, nun gelang auch gegen den amtierenden Meister aus Suhl ein klarer Erfolg.
Starting Six SSC Palmberg Schwerin: Devyn Robinson, Suus Gerritsen, Anne Hölzig, Jet Kok, Marije ten Brinke, Hannah Kohn. Libera: Britt Rampelberg
Starting Six Suhl: Emma Boyd, Hannah Hartmann, Svea Naujack, Roosa Laakkonen, Lara Nagels, Lucia Herdova. Libera: Emma Sambale





