Der SSC Palmberg Schwerin ist im Play-off der CEV Champions League an Zeren Spor Ankara gescheitert. Vor einer lautstarken Kulisse in der türkischen Hauptstadt unterlagen die deutschen Meisterinnen in drei Sätzen und mussten sich damit aus der Königsklasse verabschieden.
Im Play-off-Duell der Zeren Spor Ankara gegen den SSC Palmberg Schwerin in der CEV Champions League herrschte von Beginn an eine elektrisierende Atmosphäre in der Halle der türkischen Gastgeberinnen, die den Schwerinerinnen am Aufschlag lautstark entgegentraten. Der erste Satz begann ausgeglichen, wobei der SSC zunächst über die Mitten ten Brinke und Gerritsen punktete. Ankara kam vor allem über Uzelac und Gatina zu Zählern, doch Schwerin hielt mit einem stabilen Block dagegen und stellte auf 6:6. Trotz der hitzigen Kulisse zeigten sich die Gäste unbeeindruckt, servierten mutig und suchten auch im Angriff konsequent das Risiko — allen voran Mia Kirchhoff. Wie bereits im Hinspiel überzeugte Ankara jedoch mit großer Durchschlagskraft im Angriff und setzte sich bis zur Satzmitte auf 15:11 ab. SSC-Trainer Felix Koslowski nahm daraufhin seine erste Auszeit, da der zuvor effektive Block an Stabilität verlor und auch im eigenen Angriff die Präzision fehlte. Schwerin kämpfte sich dank Jet Kok und Anne Hölzig noch einmal auf zwei Punkte heran, ehe Lazareva über die Diagonalposition mehrfach erfolgreich war und den Vorsprung auf 18:13 ausbaute. Ein Doppelwechsel mit Jaksetic und Artyshuk beim Stand von 20:13 sollte neue Impulse bringen, doch die Gastgeberinnen agierten weiterhin variabel und erhöhten insbesondere mit druckvollen Aufschlägen den Druck, dem Schwerin zunehmend wenig entgegensetzen konnte. Mit 25:16 sicherte sich Ankara schließlich den ersten Durchgang, nachdem der SSC bis zur Satzmitte auf Augenhöhe agiert hatte.
Im zweiten Durchgang erwischten die Gastgeberinnen von Zeren Spor Ankara den deutlich besseren Start. Eine eindrucksvolle Aufschlagserie von Aleksandra Uzelac brachte Schwerin früh in Bedrängnis; der SSC Palmberg Schwerin fand zunächst kein Mittel im Angriff und schaffte erst beim Stand von 1:5 den ersten Sideout. Ankara nutzte anschließend die Schweriner Blockhände geschickt und baute die Führung auf 8:2 aus. Die Gäste liefen damit von Beginn an einem deutlichen Rückstand hinterher, kämpften sich jedoch über Gerritsen und Kirchhoff auf 6:9 heran. Das türkische Team blieb sowohl im Block als auch im Angriff äußerst stabil, leistee sich kaum Fehler und stellte Schwerin vor große Probleme. Unter dem wachsenden Druck der Partie verlor auch der Schweriner Aufschlag an Wirkung. Beim Stand von 11:18 reagierte Trainer Felix Koslowski mit einem Wechsel und brachte Grozer für die zuletzt glücklose Jet Kok. Doch das mit russischen und serbischen Nationalspielerinnen gespickte Spitzenteam aus Ankara blieb souverän und profitierte zugleich von zahlreichen Eigenfehlern auf Schweriner Seite. Mit 25:18 sicherten sich die Gastgeberinnen schließlich auch den zweiten Satz und stellten auf 2:0.
Im dritten Durchgang gelang den Gästen vom SSC Palmberg Schwerin zwar durch ein Ass von Hannah Kohn der erste Punkt, doch Zeren Spor Ankara übernahm schnell wieder die Kontrolle und setzte sich auf 7:2 ab. Erneut überzeugten die Gastgeberinnen mit druckvollen Angriffen und präzisen Aufschlägen, während Schwerin kaum Zugriff im Block bekam. Auch in der Feldabwehr war gegen die enorme Angriffspower der Türkinnen nur wenig auszurichten. Gatina, Lazareva und Uzelac punkteten im Wechsel und fanden immer wieder Lösungen gegen den Schweriner Block. Beim Stand von 7:15 reagierte SSC-Trainer Felix Koslowski und brachte Geburtstagskind Luisa van Clewe, um dem Block mehr Stabilität zu verleihen; nur einen Punkt später kam zudem Iris Vos für Kapitänin Anne Hölzig. Vos fügte sich mit einem direkten Punktgewinn ein, doch Ankara konterte umgehend und stellte nach einem Ass von Lazareva auf 19:8 — die Vorentscheidung. Während Schwerin das Heimspiel noch mit einem Satzgewinn gestalten konnte, war an diesem Abend für den amtierenden Deutschen Meister in Ankara nichts zu holen. Die lautstarke Kulisse setzte der jungen Mannschaft aus Mecklenburg-Vorpommern nun sichtbar zu; phasenweise ging der Pfiff des Schiedsrichters im Lärm unter, und Schwerin kassierte zwei Asse in Folge. Mit 25:14 sicherte sich Ankara schließlich auch den dritten Satz souverän und zog damit ins Viertelfinale der CEV Champions League ein.
Starting Six Zeren Spor Ankara: Erkul – Gatina – Aleksic – Lazareva – Uzelac – Malinov – Özlem
Starting Six SSC Palmberg Schwerin: Reesink – Kohn – Kok – Hölzig – Kirchhoff – ten Brinke – Gerritsen





