Zweite Champions-League-Prüfung: SSC reist nach Plovdiv

Eine besonders fordernde Phase liegt aktuell hinter dem Team des SSC Palmberg Schwerin: Drei Spiele in sechs Tagen inklusive intensiver Reisestrapazen haben den Kader stark beansprucht. Dennoch richtet sich der Blick nun voll auf das zweite Champions-League-Gruppenspiel am kommenden Dienstag – auswärts beim bulgarischen Serienmeister Maritza Plovdiv.

Die Mannschaft aus der zweitgrößten Stadt Bulgariens, am Fuße der Rhodopen gelegen, gilt seit Jahren als das dominierende Team im bulgarischen Volleyball. Seit der Saison 2016/17 hat Plovdiv jeden nationalen Titel gewonnen. Auch in dieser Spielzeit präsentiert sich der Klub bislang konkurrenzlos und hat in der heimischen Liga noch keinen Satz abgegeben. Den Einzug in die Champions League schaffte Maritza mit zwei klaren Siegen über Dinamo Zagreb. Erst am vergangenen Mittwoch musste das Team im ersten echten Härtetest der Saison beim polnischen Favoriten Rzeszów eine 1:3-Niederlage hinnehmen.

Angeführt wird Plovdiv vom türkischen Trainer Atanas Ersimsek, dessen Kader vor allem aus bulgarischen Nationalspielerinnen besteht. Herausragend ist dabei die erst 19-jährige, 1,98 Meter große Diagonalangreiferin Iva Dudova, die als eines der größten Talente des Landes gilt. Dazu kommt mit Vanessa Agbortabi eine international erfahrene deutsche Außenangreiferin, die aus ihren Stationen in der Bundesliga (VCO Berlin, Vilsbiburg, Aachen, Potsdam) sowie Engagements in Frankreich, der Türkei, Israel und Griechenland bestens bekannt ist.

Nach dem starken Auftakt gegen Paris wartet damit erneut ein hochkarätiger Gegner. Ein Sieg in Bulgarien könnte ein wichtiger Schritt in Richtung nächste Champions-League-Runde sein. Trainer Felix Koslowski warnt eindringlich vor der Aufgabe: „Plovdiv dominiert seine Liga seit Jahren und hat auch die Champions-League-Qualifikation beeindruckend gemeistert. Im ersten Gruppenspiel gegen Rzeszów haben sie ein sehr starkes Niveau gezeigt und die Sätze bis 20 Punkte offen gehalten – gegen den klaren Topfavoriten der Gruppe. Sie verfügen über eine sehr große und physisch starke Diagonalspielerin, und mit Vanessa Agbortabi über eine inzwischen erfahrene deutsche Spielerin. Uns erwartet auswärts in Bulgarien definitiv keine leichtere Aufgabe als Paris. Das wird eine richtig gute Herausforderung für uns.“

Spielbeginn im bulgarischen Plovdiv ist am Dienstagabend um 18.30 Uhr und die Partie wird auf www.sporteurope.tv übertragen.

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