Der SSC Palmberg Schwerin bleibt in der Bundesliga weiter ungeschlagen und feiert gegen Schwarz-Weiß Erfurt einen souveränen 3:0-Heimsieg (25:18, 25:11, 25:15). Nach einem überzeugenden Auftakt steigerten sich die Gastgeberinnen nochmal im Block und in der Abwehr und ließen den Gästen zunehmend wenig Raum für erfolgreiche Angriffe. Mit konsequentem Aufschlagspiel, variablen Angriffen und mehreren gelungenen Wechseln hielt Schwerin die Partie über weite Strecken unter Kontrolle und machte den Erfolg in nur drei Sätzen perfekt.
Der SSC Palmberg Schwerin fand im ersten Satz schnell ins Spiel und setzte Erfurt mit druckvollen Aufschlägen früh unter Druck. Nach einer zunächst ausgeglichenen Anfangsphase erspielten sich die Gastgeberinnen beim 8:5 einen ersten Vorsprung und zwangen Erfurts Trainer Pablo Sánchez zur Auszeit. Anschließend punktete Schwerin jedoch weiter und zog auf 10:5 davon. Vor allem im Angriff zeigte sich der SSC effizient: Marije ten Brinke und Suus Gerritsen verwandelten jeweils drei ihrer vier Angriffe, Devyn Robinson kam ebenfalls auf fünf Angriffspunkte im ersten Durchgang. Erfurt fand nur schwer Lösungen gegen die Schweriner Abwehr und leistete sich im Angriff mehrere Fehler. Der SSC nutzte das konsequent, baute die Führung über 16:9 auf 18:9 aus und kontrollierte den Satzverlauf auch mit mehreren Wechseln. Zwar verkürzten die Gäste zwischenzeitlich noch einmal, doch Schwerin ließ sich den deutlichen Vorsprung nicht mehr nehmen und verwandelte den Satzball zum 25:18. Mit einer Angriffsquote von 55,6 Prozent und vier Blockpunkten waren die Schwerinerinnen auch statistisch überlegen.
Der SSC Palmberg Schwerin knüpfte im zweiten Satz nahtlos an die starke Schlussphase des ersten Durchgangs an. Nach einem zunächst ausgeglichenen Beginn setzte Schwerin vor allem mit einem wirkungsvollen Block Akzente und zwang die Erfurter Angreiferinnen immer wieder zu Fehlern. Beim Stand von 9:4 reagierte Gästetrainer Pablo Sánchez mit einem Doppelwechsel, da Erfurt nur schwer Lösungen gegen den Schweriner Block und die gut organisierte Abwehr fand. Die anschließende Auszeit brachte ebenfalls nicht die erhoffte Wende. Zwar gelang Elizabeth Sandbothe beim 11:5 der Sideout, doch Erfurt konnte daraus kein neues Momentum entwickeln. Die Gastgeberinnen blieben aufmerksam in der Abwehr und konsequent im Angriff. Auch bei guter Erfurter Annahme fanden die Angreiferinnen kaum Lücken und scheiterten wiederholt am Schweriner Block. So wuchs der Vorsprung über 16:7 auf 20:8 an. In der Schlussphase erhöhte Schwerin den Aufschlagdruck noch einmal, als Anne Hölzig mit einem Ass zum 20:8 ein weiteres Ausrufezeichen setzte. Trainer Felix Koslowski nutzte den komfortablen Vorsprung für die Einwechslung von Neuzugang Garcia. Schwerin entschied den Durchgang ungefährdet mit 25:11 für sich und besonders Devyn Robinson überzeugte wie in den vergangenen Partien mit Punkten im Angriff und Blocks am Netz.
Mit einer Aufschlagserie von Zuspielerin Hannah Kohn startete der SSC Palmberg Schwerin furios in den dritten Satz und setzte sich schnell mit 5:0 ab. Vor allem der Schweriner Block stellte Erfurt weiterhin vor große Probleme, sodass die Gastgeberinnen ihren Vorsprung über 9:2 auf 13:3 ausbauten. Die gut abgestimmte Block-Abwehr nahm den Erfurter Angreiferinnen immer wieder die Möglichkeiten, ihr Spiel aufzuziehen. Nach einer Auszeit der Gäste und einem Wechsel auf Erfurter Seite blieb Schwerin zunächst dominant. Beim Zehn-Punkte-Vorsprung nahm Trainer Felix Koslowski einen Doppelwechsel vor: Ariadna Priante und Breanna Kelley kamen aufs Feld. Die gelernte Mittelblockerin Kelley durfte sich dabei auf der Diagonalposition ausprobieren. Erfurt verkürzte zwischenzeitlich mit drei Punkten in Serie auf 15:8, doch Marije ten Brinke antwortete mit einer eigenen Aufschlagserie. Drei weitere Schweriner Punkte stellten beim 18:8 den deutlichen Abstand wieder her. Die längste Rallye des Abends entschied Schwerins Libera Britt Rampelberg mit einer starken Abwehraktion zugunsten des SSC zum 19:9. Auch im weiteren Satzverlauf nutzte Koslowski den komfortablen Vorsprung, um verschiedene Aufstellungsoptionen zu testen. Livia König und Nataly García kamen für Jet Kok und Annegret Hölzig, Celina Kleemann ersetzte ten Brinke. Die Wechsel änderten nichts an der Überlegenheit der Gastgeberinnen, die den Heimsieg mit 25:15 perfekt machten.
Starting Six SSC Palmberg Schwerin: Devyn Robinson, Suus Gerritsen, Anne Hölzig, Jet Kok, Marije ten Brinke, Hannah Kohn. Libera: Britt Rampelberg
Starting Six Schwarz-Weiß Erfurt: Larissa Winter, Lina-Marie Lieb, Alix de Micheli, Isabel Kovacic, Teresa Ziegenbalg, Elizabeth Sandbothe. Libera: Lotte Goertz





