SSC kämpft sich zurück und nimmt drei Punkte aus Flacht mit

Der SSC Palmberg Schwerin hat sich am dritten Bundesliga-Spieltag mit 3:1 (20:25, 25:13, 25:22, 25:16) bei den Binder Blaubären TSV Flacht durchgesetzt. Nach einem fehleranfälligen ersten Satz steigerte sich Schwerin deutlich, fand mehr Stabilität im eigenen Spiel und entschied die folgenden drei Durchgänge für sich. Zwar kämpften sich die Gastgeberinnen im dritten Satz noch einmal heran, doch der SSC behielt die Nerven und machte im vierten Durchgang den Auswärtssieg perfekt. Als MVPs wurden Devyn Robinson auf Schweriner und Frauke Skrabak auf Flachter Seite ausgezeichnet.

Am dritten Bundesliga-Spieltag gastierte der SSC Palmberg Schwerin im Rahmen der englischen Wochen in der stimmungsvollen Blaubärenhöhle. Trainer Felix Koslowski rotierte auf drei Positionen und setzte Ariadna Priante im Zuspiel, Bre Kelley im Mittelblock sowie Libera Finnja Frommann von Beginn an ein. Die Gastgeberinnen erwischten mit druckvollen Aufschlägen von Anni Tändler den besseren Start und gingen mit 4:1 in Führung. Schwerin fand über den Sideout zurück ins Spiel, Anne Hölzig punktete zudem mit starken Aufschlägen von der Grundlinie. Da dem SSC jedoch einige Aufschlagfehler unterliefen, blieb die Partie bis zum 13:13 ausgeglichen. Dann erhöhte Flacht den Druck: Zwei gute Aufschläge von Britta Schammer brachten die Gastgeberinnen mit 16:14 nach vorn und zwangen Felix Koslowski zur ersten Auszeit. Ein Abstimmungsfehler zwischen Priante und Breanna Kelley vergrößerte den Rückstand. Auch der erste Einsatz von Neuzugang Nataly García Meléndez, die für Helena Kok in der hinteren Reihe ins Spiel kam, brachte zunächst keine Wende. Flacht setzte Schwerins Annahme weiter unter Druck und zog auf 21:16 davon. Kurz darauf sorgte ein Ass von Hanne Binkau für das 22:16. Nach einer Verletzung von Devyn Robinson am Knöchel kam Nachwuchsspielerin Livia König ins Spiel. Schwerin verkürzte anschließend noch auf 22:19, doch die Blaubären ließen sich den Satzgewinn nicht mehr nehmen. Mit druckvollem Aufschlagspiel samt 5 Assen, zwei Blocks und erfolgreichen Angriffen über alle Positionen sicherten sie sich den ersten Durchgang mit 25:20. Die Umstellungen auf drei Positionen brachten zunächst noch nicht die gewünschte Abstimmung ins Schweriner Spiel, sodass sich der SSC im ersten Satz phasenweise schwer tat, seinen Rhythmus zu finden.

Im zweiten Satz reagierte der SSC mit personellen Veränderungen: Britt Rampelberg übernahm für Finnja Frommann, zudem war Devyn Robinson wieder fit und zurück auf dem Feld. Schwerin startete furios in den Durchgang und setzte sich mit fünf Punkten in Serie schnell auf 5:0 ab. Mit mehr Ordnung im eigenen Spiel, einer stabileren Annahme und druckvollen Angriffen kontrollierten die Gäste nun das Geschehen und bauten ihren Vorsprung auf 9:4 aus. Flacht unterliefen zunehmend Fehler im Angriff, während Schwerin mit konsequentem Aufschlagspiel den Druck hochhielt. Beim 12:5 nahm Trainer Manuel Hartmann die nächste Auszeit, doch auch danach bereitete insbesondere Breanna Kelley mit ihren Aufschlägen der Flachter Annahme große Probleme. Die Gastgeberinnen fanden zwischenzeitlich über die ehemalige Schwerinerin Frauke Skrabak zurück ins Spiel, die im Zusammenspiel mit der neuen Zuspielerin Gesa Brandstrup für Flacht punktete und den Rückstand auf 15:9 verkürzte. Der SSC ließ sich davon allerdings nicht aus dem Rhythmus bringen, blieb im Aufschlag mutig und fand im Angriff immer wieder gute Lösungen, sodass der Vorsprung weiter anwuchs. Beim Stand von 21:10 bediente sich Trainer Felix Koslowski des Doppelwechsels: Hannah Kohn und Livia König kamen für Robinson, die zuvor ein Ass zum 21:10 servierte, und Zuspielerin Ariadna Priante ins Spiel. Auch in der Schlussphase blieb Schwerin konzentriert, setzte Flacht weiter unter Druck und erspielte sich 13 Satzbälle. Schwerin entschied den Durchgang schließlich mit 25:13 durch einen Aufschlagfehler von Flacht für sich und konnte nach Sätzen ausgleichen.

Der dritte Satz begann ausgeglichen, wobei beide Teams immer wieder mit Deckenberührungen zu kämpfen hatten und die neue Regel oft ein Glücksfall für beide Mannschaften war. Unnötige Fehler des SSC aus eigentlich ungefährlichen Dankeballsituationen brachten Flacht zunächst mit 7:5 in Führung. Anne Hölzig und Devyn Robinson sorgten anschließend dafür, dass Schwerin wieder besser ins Spiel fand. Da sich die Gastgeberinnen zunehmend Fehler im Angriff leisteten und auch in der Annahme ins Wackeln gerieten, konnte sich der SSC Schritt für Schritt absetzen und lag zwischenzeitlich mit 18:13 vorn. Flacht reagierte mit einem Doppelwechsel, der Wirkung zeigte und den Schweriner Spielfluss unterbrach. Die Gastgeberinnen kämpften sich Punkt für Punkt zurück und verkürzten auf 18:16, woraufhin Felix Koslowski eine Auszeit nahm und sich mit Zuspielerin Ariadna Priante abstimmte. Hanna Kögler brachte Flacht mit ihrem Punkt zum 18:17 weiter heran. Schwerin fand jedoch eine passende Antwort: Mit schnellen Angriffen über die Mitte, insbesondere über Breanna Kelley, stellte der SSC wieder auf 20:17. In der Schlussphase sorgten Auszeiten und Wechsel auf beiden Seiten für Unterbrechungen. Der SSC erspielte sich 5 Satzbälle, doch Flacht gab sich nicht geschlagen und wehrte zunächst zwei davon ab. Nach einer weiteren Auszeit der Schwerinerinnen kam Flacht durch eine unsaubere Annahme des SSC noch einmal näher heran. Am Ende behielt Schwerin dennoch die Nerven: Devyn Robinson verwandelte den entscheidenden Angriff zum 25:22 und brachte den SSC 2:1 nach Sätzen in Front.

Im vierten Satz erwischte der SSC den besseren Start und setzte Flacht mit druckvollen Aufschlägen früh unter Druck. Am Netz nutzte Breanna Kelley die entstehenden Chancen im Overpass konsequent, sodass sich Schwerin schnell absetzen konnte. Nach einer Serie von fünf Punkten lag der SSC mit 7:2 vorn und baute den Vorsprung auf 8:3 aus. Neuzugang Nataly García kam erneut für Jet Kok in der hinteren Reihe aufs Feld und punktete kurz darauf auch erstmals am Netz. SSC-Trainer Felix Koslowski nutzte den deutlichen Vorsprung, um verschiedene Aufstellungsoptionen zu testen. Nach einem Doppelwechsel beim 14:8 kamen Hannah Kohn und Livia König für Devyn Robinson und Ariadna Priante ins Spiel; später kehrten Robinson und Priante zurück. In längeren Ballwechseln blieb Schwerin meist erfolgreich, auch wenn sich auf beiden Seiten immer wieder Abstimmungsfehler einschlichen. Flacht gab sich nicht auf und verkürzte mit einem Block gegen Schwerins Topscorerin Robinson auf 18:14. Koslowski reagierte mit einer Auszeit und forderte sein Team auf, konzentriert weiterzuspielen. Nach einem Zusammenprall auf Flachter Seite musste Zuspielerin Gesa Brandstrup beim Stand von 19:14 ausgewechselt werden. Beim 20:14 erhielt auf Schweriner Seite zudem Mittelblockerin Celina Kleemann Einsatzzeit für Gerritsen. Trotz einer längeren Video-Challenge, die den Spielfluss unterbrach, ließ sich Schwerin nicht mehr aus der Ruhe bringen. Mit drei Punkten in Serie erspielte sich der SSC beim 24:16 acht Matchbälle, ehe Breanna Kelley den Durchgang mit einem Block zum 25:16 und damit den 3:1-Auswärtssieg perfekt machte. Als wertvollste Spielerinnen wurden auf Schweriner Seite Devyn Robinson (22 Punkte) und bei den Gastgeberinnen Frauke Skrabak (16 Punkte) ausgezeichnet.

 

Starting Six SSC Palmberg Schwerin: Devyn Robinson, Suus Gerritsen, Anne Hölzig, Jet Kok, Bre Kelley, Ariadna Priante. Libera: Finnja Frommann

Starting Six Binder Blaubären TSV Flacht: Hanne Binkau, Anni Tändler, Gesa Brandstrup, Hanna Kögler, Britta Schammer, Frauke Skrabak. Libera: Lara-Marie Schaefer

 

Zitat Devyn Robinson: „Wir waren am Anfang etwas nervös, haben dann aber zum Glück in unseren Rhythmus gefunden und konnten das Spiel für uns entscheiden. Ich fühle mich in Schwerin sehr wohl, habe viel Spaß und bin auch sehr glücklich über meine erste MVP-Medaille.“

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