SSC zieht ins Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft ein

Der SSC Palmberg Schwerin bleibt in der Palmberg Arena eine Macht und hat mit einem souveränen 3:0-Erfolg gegen die Ladies in Black Aachen das Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft erreicht. Vor 1.600 Zuschauern zeigte das Team von Felix Koslowski über weite Strecken eine konzentrierte, kämpferische und druckvolle Leistung.

Nachdem die Damen des SSC Palmberg Schwerin im Auswärtsspiel in Aachen einen fehlerbehafteten Start erwischt hatten, der sich im weiteren Verlauf durch die gesamte Partie zog, startete das Team um Kapitänin Anne Hölzig im alles entscheidenden dritten Play-off-Viertelfinale aggressiv und erfolgreich in die Begegnung. Eine Aufschlagserie von Marije den Brinke, gepaart mit starken Blockaktionen am Netz von Britte Stuut, sorgte früh für eine 7:2-Führung. Die Gäste aus Aachen konnten zu Beginn nicht an ihre Leistung aus dem Spiel am Mittwoch anknüpfen. Zwar lieferten sich beide Teams sehenswerte Ballwechsel und spektakuläre Rettungstaten in der Abwehr, doch meist hatten die Gastgeberinnen das bessere Ende für sich, da sie sowohl mit dem Aufschlag als auch im Angriff großen Druck entwickelten. Über die Zwischenstände von 12:4 und 14:7 ging es in die Satzmitte, ehe Aachen dank guter Aufschläge von Jebens und erfolgreicher Angriffe von Mavrommatis auf 14:11 verkürzte. Felix Koslowski reagierte mit einer Auszeit, bevor Jet Kok mit einem starken Angriff den wichtigen Sideout sicherte. Wie bereits im Spiel am Mittwoch konzentrierte sich Aachen im Aufschlag auf die junge Niederländerin, die dem Druck jedoch meist standhielt und vor allem im Angriff sowie mit dem eigenen Service ihre Stärken zeigte. Dennoch verkürzte Aachen durch einen Außenangriff von Ilieva auf 16:14 und hielt den Satz damit offen. Als sich auf Schweriner Seite einige Fehler einschlichen, zog das Team zum Satzende noch einmal das Tempo deutlich an und setzte sich auf 24:18 ab. Schwerins erfolgreichste Punktesammlerin des ersten Durchgangs, Britte Stuut, ging anschließend zum Aufschlag, ehe ein Angriffsfehler der Aachenerinnen dem SSC den Satzgewinn zum 25:18 bescherte.

Ausgeglichen begann der zweite Satz vor rund 1.650 Zuschauern in der Palmberg Arena. Die etwa 20 mitgereisten Fans aus Aachen sahen zunächst eine Zwei-Punkte-Führung ihrer Mannschaft, nachdem sich die Schwerinerinnen bei zwei Aktionen selbst im Weg standen und Aachen auf 7:9 davonziehen konnte. Wie schon im zweiten Play-off-Spiel am vergangenen Mittwoch waren es vor allem die Aachener Außenangreiferinnen, die gegen die Schweriner Block-Abwehr punkteten und sich dank starker Defensivaktionen immer wieder neue Angriffsmöglichkeiten erarbeiteten. Schwerin fand jedoch über Jet Kok zurück ins Spiel und übernahm beim 11:10 erstmals wieder die Führung. Die Gäste aus Aachen belohnten sich immer wieder für ihre starke Abwehrarbeit, doch auch auf Schweriner Seite wurde um jeden Ball gekämpft, sodass der SSC zunächst die Nase vorn behielt. Mit einem Drei-Punkte-Vorsprung von 19:16 ging es in die Crunchtime des zweiten Durchgangs, in der Marije ten Brinke mit zwei Assen in Folge den Weg in Richtung Satzgewinn ebnete. Aachen antwortete jedoch mit zwei eigenen Punkten in Serie zum 21:18, was Schwerin zur Auszeit zwang. Im Anschluss gelang der wichtige Sideout, ehe Mia Kirchhoff mit dem nächsten Ass nachlegte und dem SSC nur noch zwei Punkte zum Satzgewinn fehlten. Britte Stuut machte schließlich mit einem Angriff und einem Block alles klar und sicherte Schwerin mit 25:19 auch den zweiten Satz.

Der dritte Durchgang begann hektisch: Unterbrechungen durch Challenges und vermeidbare Fehler auf beiden Seiten prägten die Anfangsphase des Satzes. Schwerin erspielte sich zunächst eine 8:4-Führung, doch Aachen reagierte mit einem Doppelwechsel und glich prompt zum 8:8 aus. Ausgerechnet ein Ass von Hanna Freiynfeldova, die im Jahr zuvor noch für den Schweriner SC auflief, brachte Aachen beim 11:12 erstmals in Führung. Dank weiterer starker Aufschläge der jungen Deutschen bauten die Gäste ihren Vorsprung anschließend auf 11:15 aus. SSC-Kapitänin Anne Hölzig sorgte daraufhin mit mehreren platzierten und cleveren Angriffen für den Anschluss zum 15:17. Schwerin startete nun die Aufholjagd und übernahm dank starker Blockaktionen, guter Aufschläge von Zuspielerin Hannah Kohn sowie eines platzierten Angriffs von Mia Kirchhoff wieder die Führung. Mit einem 21:19-Vorsprung ging der SSC in die Crunchtime des dritten Satzes. Starke Rettungsaktionen von Florien Reesink ebneten schließlich den Weg zum Satzgewinn. Schwerin erspielte sich 4 Matchbälle, von denen Aachen jedoch 2 abzuwehren wusste. Mit 25:22 sicherte sich der SSC den dritten Durchgang in diesem entscheidenden Duell.

Mit diesem Erfolg zog der SSC Palmberg Schwerin in das Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft ein. Dort trifft das Team am Samstag, dem 04.04.2026, zunächst auswärts in der Suhler Wolfsgrube auf den VfB Suhl LOTTO Thüringen, ehe am Mittwoch, dem 08.04.2026, um 18:00 Uhr das wichtige Heimspiel in Schwerin ansteht. Ein mögliches Entscheidungsspiel würde am 12.04.2026 erneut in Suhl stattfinden.

 

Starting Six Aachen: Glaab – Jebens – Ambrosius – Mavrommatis – Struka – Ilieva – Jost

Starting Six SSC Palmberg Schwerin: Reesink – Kohn – Kok – Hölzig – Kirchhoff – Stuut – ten Brinke

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