Der SSC Palmberg Schwerin ist mit einem souveränen 3:0-Erfolg gegen die Ladies in Black Aachen in das Play-off-Viertelfinale gestartet. Nach einem starken Beginn und einem knappen ersten Satz (25:23) behaupteten sich die Gastgeberinnen auch im zweiten Durchgang in einer umkämpften Schlussphase (28:26). Im dritten Satz dominierte Schwerin dann klar (25:13) und ließ den Gästen keine Chance mehr. Damit sicherte sich der SSC eine optimale Ausgangsposition für die weitere Serie.
Im ersten Viertelfinalspiel der Play-Offs zwischen den SSC Palmberg Schwerin und den Ladies in Black Aachen erwischten die Gastgeberinnen einen Auftakt nach Maß. Vor heimischer Kulisse setzte sich Schwerin früh mit 6:2 ab und sorgte damit direkt für gute Stimmung auf den Rängen. Besonders erfreulich für die Fans: Britte Stuut stand nach sechswöchiger Verletzungspause wieder in der Starting Six. Die Niederländerin, eine von insgesamt vier Spielerinnen aus ihrem Land im Schweriner Aufgebot, fügte sich nahtlos ein und setzte mit einer starken Aufschlagserie ein erstes Ausrufezeichen. Beim Stand von 11:6 zwang sie Aachen zur ersten Auszeit, wenig später – beim 13:6 ohne Sideout der Gäste – sogar direkt zur zweiten. Doch der souveräne Vorsprung hielt nicht lange. Vier Schweriner Eigenfehler in Folge brachten die Ladies in Black zurück ins Spiel, die plötzlich auf 14:12 verkürzten. Felix Koslowski reagierte prompt und nahm eine Auszeit, um sein Team wieder zu stabilisieren. Während Schwerin bis dahin vor allem über die Außen- und Mittelblockpositionen erfolgreich war, kam Aachen insbesondere über die Diagonalangreiferin Celine Jebens zu Punkten. Sie war es auch, die mit dem Treffer zum 21:20 den Anschluss herstellte und die Partie in eine spannende Schlussphase führte. Beim Stand von 24:23 erspielte sich Schwerin schließlich hauchdünn den ersten Satzball. Iris Vos übernahm für Jet Kok den Aufschlag, und Anne Hölzig behielt im Angriff die Nerven: Mit ihrem Punkt zum 25:23 sicherte sie den Gastgeberinnen den umkämpften ersten Durchgang.
Im zweiten Satz entwickelte sich zunächst ein ausgeglichenes Duell auf Augenhöhe. Nach einem offenen Beginn übernahmen diesmal jedoch die Gäste aus Aachen beim Stand von 3:4 erstmals die Führung. Mit druckvollen Angriffen aus dem Hinterfeld und einer stabilen Abwehr stellten die Ladies in Black den Schweriner Angriff vor große Probleme. Aachen punktete variabel über Ilieva und Mavromattis, während auf Seiten des SSC vor allem Anne Hölzig Verantwortung übernahm und ihr Team zwischenzeitlich nahezu im Alleingang im Spiel hielt. Jet Kok und Mia Kirchhoff fanden hingegen kaum Lösungen gegen die gut eingestellte Aachener Defensive. So setzten sich die Gäste zwischenzeitlich auf 8:10 ab und blieben insbesondere bei guter Annahme über das Hinterfeld brandgefährlich. Beim Stand von 10:12 reagierte Schwerin und brachte Anna Artyshuk für Mia Kirchhoff ins Spiel. Die Umstellung zeigte Wirkung: Der SSC kämpfte sich zurück und glich zum 13:13 aus. In der Folge lieferten sich der Tabellendritte aus Schwerin und der Tabellensechste aus der Kaiserstadt Aachen einen intensiven Schlagabtausch ohne klare Vorteile. Erst nach einer Auszeit beim Stand von 15:17 gelang den Gastgeberinnen durch Jet Kok der entscheidende Impuls. Schwerin drehte auf, setzte sich mit einer starken Serie von fünf Punkten in Folge ab und übernahm die Kontrolle. Vor allem der Block der Gastgeberinnen stellte Aachen nun zunehmend vor große Herausforderungen. Trotz Doppelwechsel und Auszeit auf Seiten der Gäste ließ sich Schwerin nicht mehr stoppen und erspielte sich beim 24:19 mehrere Satzbälle. Doch Aachen zeigte Moral, wehrte vier Satzbälle ab und machte es noch einmal spannend. Erst beim Stand von 28:26 gelang es Schwerin schließlich, den hart umkämpften zweiten Durchgang für sich zu entscheiden und die Satzführung auszubauen.
Mit zwei gewonnenen Sätzen im Rücken startete der SSC Palmberg Schwerin voller Selbstvertrauen in den dritten Durchgang – und ließ von Beginn an keinen Zweifel daran, wer das Spiel dominieren würde. Mit einer starken Aufschlagserie und konsequentem Auftreten setzte sich Schwerin schnell auf 8:1 ab. Der enorme Druck im Aufschlagspiel erschwerte den Gästen aus Aachen einen geordneten Spielaufbau erheblich. Vor allem Jet Kok präsentierte sich effektiv im Angriff und trug maßgeblich zur klaren Führung bei. Zwar gelang es Aachen zwischenzeitlich, sich durch eine Aufschlagserie der ehemaligen Schwerinerin Hanna Freiynfeldova auf 14:7 heranzukämpfen, doch eine Auszeit von Trainer Felix Koslowski zeigte sofort Wirkung – Freiynfeldova setzte ihren nächsten Aufschlag ins Aus. Im Anschluss übernahm Marije ten Brinke Verantwortung an der Grundlinie und setzte mit zwei direkten Assen das nächste Ausrufezeichen für die Gastgeberinnen. Schwerin spielte nun befreit auf, während Aachen trotz mehrerer Wechsel keine Mittel mehr fand, um den Spielfluss der Gastgeberinnen zu stoppen. Mit einer komfortablen 20:10-Führung im Rücken und lautstarker Unterstützung der rund 1.700 Zuschauer steuerte Schwerin souverän dem Satzgewinn entgegen. Nach zwei zuvor hart umkämpften Durchgängen entschied der SSC den dritten Satz schließlich deutlich mit 25:13 für sich. Damit sicherte sich der SSC Palmberg Schwerin einen überzeugenden 3:0-Erfolg im ersten Viertelfinalspiel der diesjährigen Play-offs und setzte ein klares Ausrufezeichen im Kampf um den Halbfinaleinzug.
Starting Six Aachen: Glaab – Jebens – Ambrosius – Mavrommatis – Struka – Ilieva – Jost
Starting Six SSC Palmberg Schwerin: Reesink – Kohn – Kok – Hölzig – Kirchhoff – Stuut – ten Brinke





