Schwerin entführt 3 Punkte aus Wiesbaden

Der SSC Palmberg Schwerin hat sich im Auswärtsspiel beim VC Wiesbaden auf die erwartet schwere Aufgabe einstellen müssen. Gegen kämpferisch auftretende Gastgeberinnen entwickelte sich über weite Strecken eine intensive und umkämpfte Partie, in der der VCW immer wieder mit großem Einsatz dagegenhielt und besonders in den engen Satzphasen Druck ausübte. Schwerin brauchte Geduld und Nervenstärke, um sich in dieser energiegeladenen Atmosphäre schlussendlich mit 3:1 durchzusetzen.

Der SSC Palmberg Schwerin erwischte im Auswärtsspiel beim VC Wiesbaden den besseren Start und setzte sich früh auf 5:2 ab. Doch eigene Fehler im Angriff und ein gut arbeitender Wiesbadener Block brachten die Gastgeberinnen schnell zurück ins Spiel – beim 7:7 war der Ausgleich hergestellt. In der Folge entwickelte sich ein ausgeglichener Durchgang, in dem beide Teams vor allem über die Mitte erfolgreich waren: Auf Wiesbadener Seite punktete Ex-Schwerinerin Laura Broekstra, beim SSC setzte Marije ten Brinke Akzente. Schwerin lag zwar mehrfach knapp vorn, konnte sich gegen den Tabellensiebten aber nicht absetzen. Mit druckvollen Aufschlägen und starkem Blockspiel glich Wiesbaden zum 16:16 aus und übernahm beim 18:17 erstmals die Führung. Als anschließend ein Schweriner Aufschlag im Netz landete und die bis dato treffsichere Jet Kok im Block hängen blieb, wuchs der Rückstand auf 18:20 an – ein Moment, in dem SSC-Trainer Felix Koslowski sein Team zur Auszeit bat. Auch der anschließende Doppelwechsel mit Jaksetic und Artyshuk brachte zunächst nicht den gewünschten Effekt, denn die Wiesbadener Abwehr blieb aufmerksam und erhöhte auf 22:18. Doch Schwerin kämpfte sich zurück: Artyshuk und Kok verkürzten auf 20:23, ehe die Gäste mit zwei weiteren Punkten den Anschluss zum 22:23 schafften. Nach einer Auszeit der Gastgeberinnen glich Jet Kok mit einem platzierten Angriff zum 23:23 aus und in der Crunchtime behielt der SSC die Nerven: Erst erspielten sich die Schwerinerinnen den ersten Satzball, den Wiesbaden noch abwehrte, doch ein weiterer Angriff von Kok brachte die nächste Chance. Ein Blockpunkt besiegelte schließlich den knappen 27:25-Satzerfolg für den SSC, der damit einen hart umkämpften ersten Durchgang für sich entschied.

Im zweiten Satz erwischte zunächst der VC Wiesbaden den besseren Start und setzte sich schnell mit 4:1 ab, ehe Schwerin ausgleichen konnte. Beim SSC übernahm nun Anna Artyshuk die Diagonalposition, doch die Gastgeberinnen hielten den Druck hoch und lagen immer wieder mit zwei Punkten in Führung. Nach dem engen Verlauf des ersten Satzes blieb die Partie intensiv, denn Wiesbaden präsentierte sich kämpferisch und aggressiv. Mit zunehmender Spieldauer kippte das Momentum jedoch zugunsten der Gäste. Unforced Errors auf Seiten der Hessinnen ermöglichten es Schwerin, sich auf 12:9 abzusetzen und Interimscoach Bene Frank zur Auszeit zu zwingen. Der Vorsprung hatte zunächst Bestand, ehe die eingewechselte Pleun van der Pijl mit einer Aufschlagserie die Schweriner Annahme unter Druck setzte und auf 13:14 verkürzte. Der SSC ließ sich davon jedoch nicht nachhaltig beeindrucken. Mit stabiler Blockarbeit und cleveren Angriffen von Anne Hölzig setzte sich Schwerin wieder auf 18:15 ab. In der Schlussphase sorgte schließlich eine Aufschlagserie von Zuspielerin Hannah Kohn für klare Verhältnisse. Der SSC brachte den Vorsprung souverän ins Ziel und sicherte sich den zweiten Satz mit 25:19.

Wie schon mehrfach in dieser Saison hatten sich die Gastgeberinnen aus Wiesbaden zuvor in engen Satzphasen nicht für ihre phasenweise starken Leistungen belohnt – im dritten Durchgang sollte sich das aus Sicht des VCW ändern. Beide Teams starteten ausgeglichen in den Satz. Wie bereits über weite Strecken des Spiels setzte Zuspielerin Hannah Kohn bei stabiler Annahme immer wieder auf das schnelle Spiel über die Mitte. Über die Zwischenstände von 6:6 und 9:9 entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Beide Mannschaften gingen hohes Risiko im Aufschlag, was sich auch in mehreren Fehlern auf beiden Seiten widerspiegelte. Laura Broekstra brachte Wiesbaden mit einem Angriff über die Mitte erstmals mit zwei Punkten in Führung, doch Schwerin fand dank Kapitänin Hölzig schnell eine Antwort und glich erneut aus. Dennoch behielten die Gastgeberinnen zunächst die leicht bessere Position: Mit erfolgreichen Aktionen von Boom und López Rey setzte sich der VCW beim 17:14 etwas ab. Die anschließende Auszeit von SSC-Trainer Felix Koslowski zeigte Wirkung, denn Schwerin kämpfte sich zurück. Begünstigt durch einige vermeidbare Wiesbadener Fehler und einen starken Block – mit Kok, Artyshuk und Gerritsen bildete die Schweriner Netzreihe zeitweise eine kaum zu überwindende Wand – gelang der Ausgleich zum 18:18. Beim Stand von 20:20 ging es in die dritte Crunchtime des Abends. Nach dem 21:21 setzten die Gastgeberinnen die entscheidenden Akzente: Ein druckvoller Angriff und ein anschließendes Ass brachten Wiesbaden mit 23:21 in Front. In der lautstarken Halle legte Fernández mit einem Punkt aus dem Hinterfeld nach und erspielte dem VCW den ersten Satzball (24:22). Wenig später war der Satzgewinn perfekt – unter dem Jubel der Fans in Blau sicherte sich Wiesbaden den dritten Durchgang mit 25:22.

Im vierten Satz durfte Mia Kirchhoff wieder von Beginn an ran und markierte früh den 3:3-Ausgleich. Kurz darauf sorgten zwei umstrittene Schiedsrichterentscheidungen für Diskussionen: Zwei Tipbälle von Jet Kok wurden als gehobene Bälle abgepfiffen, was Wiesbaden eine 6:4-Führung einbrachte – sehr zum Unmut der Schwerinerinnen. Den Ärger wandelten die Gäste jedoch schnell in Energie um. Mit Marije ten Brinke am Aufschlag drehte der SSC den Spielstand und ging mit 8:6 in Führung. Auch den bis dahin spektakulärsten Ballwechsel des Abends entschieden die Schwerinerinnen mit einem starken Block zum 10:8 für sich, ehe sie den Vorsprung auf 12:8 ausbauten und Wiesbadens Interimscoach Bene Frank zur Auszeit zwangen.

Frank appellierte an sein Team, nun unbedingt gegenzuhalten, bevor sich Schwerin entscheidend absetzen konnte. Doch genau das gelang den Gästen. Mit druckvollen Angriffen und einem stabilen Blockspiel dominierten die Schwerinerinnen die folgende Phase. Wiesbaden fand kaum Mittel gegen die Angriffswucht des SSC, der seinen Vorsprung von 15:10 auf 20:11 ausbaute und dabei acht Punkte in Serie verbuchte. In der Schlussphase brachte Schwerin den Satz souverän nach Hause. Während bei den Gastgeberinnen die Kräfte zu schwinden schienen, spielten die Gäste konsequent zu Ende. Mit 25:13 fiel der vierte Durchgang deutlich aus – auch dank der Topscorerinnen des Abends, Anne Hölzig und Jet Kok – und besiegelte schließlich den Auswärtserfolg des SSC Palmberg Schwerin.

 

Das Spiel gegen Wiesbaden war das letzte Auswärtsspiel der Hinrunde und es verbleibt noch das vielversprechende Duell gegen den Allianz MTV Stuttgart am 14.03.2026 in der PALMBERG ARENA. Doch auch die Play-Offs lassen nicht mehr lange auf sich warten. Terminiert ist bislang das erste Play-Off Viertelfinalspiel für den 21.04.2026 und der geplanter Vorverkaufsstart ist Dienstag, 10.03.26, um 12 Uhr Sowohl der Spielbeginn – aufgrund von noch ausstehender TV-Ansetzung – als auch der Gegner stehen noch nicht fest, doch die Partie verspricht dennoch schon jetzt Spannung pur! Tickets gibt es hier

 

Starting Six Wiesbaden: Clayton – Konijnenberg – López Rey – Broekstra – Fernandez Gayoso – Boom – Bietau

Starting Six SSC Palmberg Schwerin: Reesink – Kohn – Kok – Hölzig – Kirchhoff – Gerritsen – ten Brinke

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