Im direkten Verfolgerduell um wichtige Tabellenpunkte ließ der SSC Palmberg Schwerin den Ladies in Black Aachen keine Chance und machte mit dem 3:0-Heimsieg einen wichtigen Schritt in Richtung obere Tabellenregion.
Die Gäste aus Aachen erwischten am Mittwochabend den deutlich besseren Start in die Partie und setzten sich früh ab. Ausgerechnet eine Aufschlagserie von Ex-Schwerinerin Lea Ambrosius brachte die Ladies in Black mit vier Punkten in Führung. Beim Stand von 2:7 sah sich SSC-Cheftrainer Felix Koslowski vor heimischem Publikum früh zur ersten Auszeit gezwungen. Diese zeigte Wirkung: Angeführt von druckvollen Angriffen von Anne Hölzig fand der SSC Palmberg Schwerin zunehmend besser ins Spiel. Auch die starke Abwehrarbeit von Florien Reesink war ein wichtiger Baustein der Aufholjagd, mit der sich die Gastgeberinnen bis zur Satzmitte Punkt für Punkt herankämpften. Beim Ausgleich zum 11:11 reagierte nun auch Aachens Trainerin Mareike Hindriksen mit einer Auszeit, da ihre Angreiferinnen gegen die kompakte Schweriner Defensive kaum noch Durchschlagskraft entwickelten. Am Netz übernahm nun vor allem Mia Kirchhoff Verantwortung und erzielte unter anderem die 18:16-Führung für den SSC. Aachen hielt dagegen und blieb vor allem über die Mittelblockerinnen sowie Angriffe über die Pipe gefährlich, sodass der Ausgleich erneut gelang. Doch erneut war es Kirchhoff, die mit wichtigen Punkten den SSC auf 21:19 in Front brachte. Aachen reagierte mit einer weiteren Auszeit und einem Doppelwechsel, doch Schwerin blieb stabil. Hannah Kohn zeigte sich am Aufschlag nervenstark, servierte zwei Asse in Serie und setzte mit einem weiteren Aufschlag zum 25:19 den Schlusspunkt unter einen nach schwierigem Beginn überzeugend gedrehten ersten Satz.
Der zweite Durchgang begann ausgeglichen, beide Teams punkteten zunächst im Gleichschritt. Erst zur Satzmitte konnte sich der SSC Palmberg Schwerin erstmals deutlicher absetzen: Eine Vier-Punkte-Serie brachte die Gastgeberinnen auf 15:11 in Führung. Zu diesem Zeitpunkt war Schwerin sowohl im Angriffsdruck als auch in der eigenen Annahme klar überlegen und zwang den Aachenerinnen zunehmend das eigene Spiel auf. Beim Stand von 18:12 reagierte Aachen wie schon im Durchgang zuvor mit einem Doppelwechsel und brachte Zuspielerin Zander sowie die ehemalige Schweriner Nachwuchsspielerin Freiynfeldova aufs Feld. Zwar gelang den Gästen der anschließende Sideout, doch die Dominanz blieb klar auf Schweriner Seite. Vor 1.627 Zuschauern nutzte Felix Koslowski beim Stand von 21:15 die Führung, um auch Iris Vos und Jet Kok für Anne Hölzig und Leana Grozer einzuwechseln und die Spielzeit aufzuteilen. Beide fügten sich sofort gut ein, ehe Suus Gerritsen mit einem Ass den 24:16-Satzball markierte. Nach guter Annahme setzte Hannah Kohn Marije ten Brinke mit einem schnellen Zuspiel über die Mitte in Szene, die den zweiten Durchgang mit 25:17 souverän abschloss.
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich erneut ein ausgeglichener Beginn, in dem Aachens Mico, die in diesem Satz von Beginn an auf dem Feld stand, dem Spiel ihren Stempel aufdrückte. Mit drei Blocks in Folge nahm sie dem Schweriner Angriff kurzzeitig den Wind aus den Segeln und brachte die Gäste mit 6:4 in Führung. Der SSC Palmberg Schwerin ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und antwortete mit mutigen Aufschlägen sowie konsequenten Angriffen von Grozer. Die Gastgeberinnen drehten den Spielstand und setzten sich auf 10:7 ab. Aachen reagierte mit einem Wechsel auf der Mittelblockposition und brachte Fallah für Struka. Der Wechsel zeigte Wirkung, die Gäste glichen zum 11:11 aus. Felix Koslowski stellte daraufhin um und brachte Jet Kok ins Spiel, da sich Aachen zunehmend gut auf Leana Grozer in Block und Feldabwehr eingestellt hatte. Schwerin fand nun verstärkt über die Mitte Lösungen: Marije ten Brinke und Suus Gerritsen sorgten mit erfolgreichen Aktionen für die erneute 16:13-Führung. Doch Aachen blieb dran und kam vor allem über Außenangreiferin Mavrommatis sowie Angriffe über die Pipe zum 16:16-Ausgleich. Beim Stand von 17:16 zog Schwerin den taktischen Doppelwechsel, brachte Jaksetic und Artyshuk und erhöhte damit den Druck am Netz. Gemeinsam mit ten Brinke punktete das Trio im Block und verschaffte dem SSC einen komfortablen Vorsprung. Mit vier Punkten Vorsprung ging Schwerin in die Crunchtime des dritten Satzes, in der auch Luisa van Clewe noch einen Kurzeinsatz erhielt. Am Ende machte der SSC Palmberg Schwerin mit 25:21 den Sack zu und entschied auch den dritten Durchgang souverän für sich.
Starting Six Ladies in Black Aachen: Glaab – Ilieva – Struka – Jebens – Mavrommatis – Ambrosius – Jost
Starting Six SSC Palmberg Schwerin: Reesink – Kohn – Hölzig – Grozer – Kirchhoff – Gerritsen – ten Brinke





