Zurück im Training

20. Dezember 2020
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© Denise Imoudu im Kraftraum Foto Hanna Jehring

„Als erstes habe ich einen schönen, langen Spaziergang gemacht, dann Lebensmittel eingekauft und vor allem habe ich mich so darauf gefreut, dass wir endlich wieder zusammen trainieren können, darauf, wieder auf dem Feld zu stehen, das Gefühl für den Ball zurückzubekommen“, sagt Kapitänin Gréta Szakmáry über das Ende der zweiwöchigen Quarantäne, die Team und Staff des SSC Palmberg Schwerin am Samstag, 19. Dezember überstanden haben. „Wir waren jeden Tag in Kontakt, haben uns gegenseitig unterstützt, auch jeden Vormittag per Zoom zusammen trainiert. Vor allem für die Spinning Bikes, die das Belasso uns zur Verfügung gestellt hat, waren wir da wirklich sehr dankbar“, betont die Außenangreiferin. „Aber ehrlich gesagt war es schon auch eine Achterbahnfahrt der Gefühle.“ Die Nachrichten vom zweiten Lockdown und vom Ausfall des Weihnachtsurlaubs bei der Familie mussten mitten in dieser Zeit erst mal verdaut werden.

Zum Trainingsstart am Sonntag, 20. Dezember ist das Team vollzählig und gesund angetreten. Aufgrund der Zwangspause sieht der Plan der nächsten Wochen nun nur jeweils ein bis zwei frei Tage an Weihnachten und Neujahr vor. „Die Zeit bis zum ersten Spiel brauchen wir, um die Belastung hochzufahren, ohne die Gesundheit der Spielerinnen zu gefährden. Zwei Wochen Quarantäne sind ein großer Unterschied zu zwei freien Wochen, mental und physisch“, erklärt SSC-Chefcoach Felix Koslowski (36). „Zum einen fehlt komplett die Alltagsbewegung, die man sonst hat, zum anderen sind auch die Workouts, die wir jeden Tag per Zoom gemacht haben, nicht das gleiche wie ein normales Volleyballtraining, wo es viel um Sprünge geht. Wir müssen jetzt vorsichtig wieder anfangen und langsam aufbauen. Die ersten beiden Monate werden dann schon sehr anspruchsvoll, auch mit der Rückrunde der Champions League Anfang Februar in Schwerin und dem Pokalfinale Ende Februar. Aber wir freuen uns einfach drauf, wieder spielen zu dürfen.“

Hoffnung, spätestens bei den großen Krachern wieder dabei zu sein, macht sich Marie Schölzel. Nach ihrer Verletzung – im Pokalhalbfinale gegen Dresden am 19. November war die 23-Jährige umgeknickt und hatte sich zwei Außenbänder des rechten Fußes gerissen – steigt die Mittelblockerin jetzt ebenfalls wieder ins Training ein. „Strukturell sollte der Fuß wieder heil sein, ich kann normal laufen, und beim Couchsitzen tut er nicht weh“, meint die gebürtige Berlinerin trocken. „Jetzt muss sich zeigen, wie es nach zwei Wochen Leerlauf in Sachen Physiotherapie mit der Funktionsfähigkeit aussieht. Aber ich bin optimistisch.“

Das erste Match nach dann fünf spielfreien Wochen steht für den SSC am Samstag, 9. Januar 2021 im Plan: Die Schwerinerinnen empfangen Nawaro Straubing zum ersten Punktspiel der Bundesligarückrunde in der PALMBERG ARENA. Die Partie wird ab 19 Uhr im Stream auf sportttotal.tv übertragen. Am Donnerstag, 14. Januar wird dann das wegen der Quarantäne verschobene Hinrundenspiel gegen Stuttgart nachgeholt. Dieses ist ab 20:15 Uhr live auf SPORT1 zu sehen. Die Ersatztermine für die Bundesligaspiele gegen Vilsbiburg (ursprünglich 5. Dezember) und Dresden (ursprünglich 12. Dezember) werden zeitnah bekanntgegeben.

Zuschauer werden auf absehbare Zeit weiterhin nicht in der Arena zugelassen sein. Nach wie vor haben SSC-Fans deshalb die Möglichkeit, sich von einem Foto-Pappdouble in der PALMBERG ARENA vertreten zu lassen. Bisher haben das schon über 200 Fans genutzt.



© SSC Trainer Felix Koslowski mit Maske betritt die Palmberg-Arena FOTO Cornelius Kettler

© Training SSC Foto Verena Lukaschik

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