Das Ziel ist klar: Die Volleyballerinnen des Schweriner SC wollen als Vizemeister und Pokalsieger wieder in beiden Wettbewerben oben dabei sein. "Wir haben uns in den letzten Jahren viel erarbeitet, unser Team hätte es einfach verdient", meint Tina. Ihr Trainer Tore Aleksandersen weiß, dass seine Mannschaft "ein Riesenpotenzial hat, es aber auch ausschöpfen muss". Zu den Favoriten zählt der SSC neben dem deutschen Meister Dresdner SC allemal. Aber auch Wiesbaden, Suhl, NA. Hamburg und Vilsbiburg muss man auf der Rechnung haben. Besonders die Hansestädterinnen gehen mit dem Ziel Platz eins bis drei in die neue Spielzeit. "Ich denke, keine Mannschaft wird überlegen durch die Saison kommen", sagt Schwerins Coach. An einem guten Tag könne von den sechs jeder jeden schlagen.

Nach dem Weggang von Sylvia Roll (Wechsel zu Vakifbank Istanbul) übernimmt Zuspielerin Kathleen Weiß die Rolle des Mannschaftskapitäns. Ihre Stellvertreterin ist Außenangreiferin Julia Retzlaff. Diese Entscheidung traf die Mannschaft. Ebenfalls neu ist der Schlachtruf der SSC-Damen. Feuerten sie sich in den vergangenen zwei Jahren mit "vamos" an, rufen sie jetzt "mennox". Beides heißt übersetzt: "Auf geht’s" – nur einmal auf spanisch und jetzt auf finnisch. Das Team hatte Hanna Kaisa Torkkeli, Neuzugang aus Finnland, gefragt, wie man in ihrer Heimatsprache dazu sagt – und schon war der neue Schlachtruf geboren.

Den werden die Fans morgen ab 18 Uhr hören. Bayer Leverkusen ist mit sieben Neuverpflichtungen eine große Unbekannte. Der langjährige Co-Trainer Dirk Sauermann hat zur neuen Saison das Ruder von Alberto Salomoni übernommen, der zum Ligarivalen Köpenicker SC gewechselt ist. Aber eines steht für den SSC fest: "Wenn wir um den Titel mitspielen wollen, müssen wir unsere Heimspiele gewinnen, egal wie der Gegner heißt", so Aleksandersen.

Photo: Dietmar Albrecht