Wieder einmal war die fehlende Konstanz im Spiel des Schweriner SC der Grund für die vierte Niederlage im siebten Spiel der Meisterrunde. "Sicherlich war es nachher ein Kraftakt, aber wir dürfen uns nicht diese Fehlerserien erlauben, die den Gegner immer wieder aufbauen", sagte Co-Trainer Felix Koslowski nach der Begegnung.

Wiesbaden erwischte den besseren Start und konnte sich schnell mit zwei, drei Punkten absetzen. Zum Satzende wurde es zwar noch einmal eng, aber der Durchgang blieb bei den Gastgebern. In Satz zwei wendete sich das Blatt, Schwerin bekam Oberwasser und setzte sich klar durch. Um so erstaunlicher, dass danach nichts mehr lief beim SSC, obwohl Satz drei umkämpfter war, als es das deutliche 25:17 für Wiesbaden aussagt. Immerhin 24 Minuten dauerte der Durchgang.

Im Tiebreak sogar Gelbe Karte kassiert

Aber erneut kamen die Mecklenburgerinnen in die Partie zurück, hatten bei einer 24:21-Führung gar drei Satzbälle. Der VCW wehrte sich nach Kräften, aber letztlich schaffte Schwerin den Satz-Ausgleich.

Im Tiebreak schließlich schien es auf ein schnelles Ende zu Gunsten der Hausherren hinauszulaufen. Beim 8:4 fing sich Schwerin sogar eine Gelbe Karte wegen Meckerns ein, die zum 9:4 führte. Beim 13:9 für die Gastgeber setzte keiner mehr einen Pfifferling auf die Gäste. Aber der SSC gab sich nicht auf, schaffte sogar noch den Ausgleich. Dann aber kehrte das Glück zu den Wiesbadenerinnen zurück: 15:13 und damit 3:2 nach Sätzen hieß es nach exakt 122 Spielminuten.

VCW: Vaneckova, Roß, Harry, Osterloh, Lehmann, Souza – Delogu (Libero), Schulz, Sampaio.

Schweriner SC: Weiß, Kryvarot, Schlüter, Thormann, Gollan, Dörendahl – Kato; Retzlaff, Kauffeldt, Kasperski, Hanke, Gutsche.In den verbleibenden drei Partien will sich die Mannschaft mit guten Leistungen von den Fans verabschieden. Am Freitag ab 18 Uhr empfängt der Schweriner SC den Tabellenführer aus Vilsbiburg in der Halle am Lambrechtsgrund. Die Roten Raben könnten mit einem Sieg die erste Meisterschaft der Vereinsgeschichte vorzeitig perfekt machen.

Die Bayern hatten gestern hart zu kämpfen, bevor sie ihren 22. Saisonerfolg feiern konnten. Mit 2:0-Sätzen lagen sie bereits in Führung, bevor die Gäste aus Leverkusen besser ins Spiel kamen und tatsächlich den Satzausgleich schafften. Im Tiebreak schließlich machten die Bayern kurzen Prozess und verwandelten nach insgesamt 121 Minuten den ersten Matchball. Damit hat Vilsbiburg jetzt sogar acht Pluspunkte Vorsprung vor dem Dresdner SC, der heute beim VfB Suhl antreten muss.

Die Thüringerinnen sind am Sonntag ab 17.30 Uhr auch der letzte Gastgeber für den Schweriner SC in dieser Saison. Sechs Tage später (Sonnabend, 26. April, 17.30 Uhr) schließt der SSC die Serie mit dem Heimspiel gegen den Dresdner SC ab