Wir fragten nach. Heute: Saskia Hippe

 

Hallo Saskia, schön, Dich zu Hause anzutreffen…

 

Saskia: Da habt ihr aber Glück gehabt. Ich bin fast den ganzen Tag unterwegs. Morgens muss ich von Köpenick aus zur Therapie  in die Friedrichstraße. Dort bekomme ich eine Lymphdrainage, Strom usw. Am Nachmittag folgen drei bis vier Stunden Krafttraining. Ich dachte auch, ich könnte in dieser Zeit mehr relaxen und hätte mehr Freizeit. Aber das ist nicht der Fall.

 

Das hört sich an, als hättest Du den Schrecken vom Köpenick-Spiel einigermaßen verdaut?

 

Saskia: Es geht mir soweit ganz gut. Ich mache mit dem Knie Fortschritte. Das ist das Wichtigste.

 

 Dennoch: Wie war Dir zu Mute, als Du die Diagnose des Arztes erfahren hast?

 

Saskia: Ich hätte es mir denken können, dass es das Kreuzband war. Denn als ich auf dem Boden lag, die starken Schmerzen spürte und das Bein unmöglich bewegen konnte, war mir alles klar. Es folgten bittere Tage, die ich hinter mich bringen musste. Da hast Du nichts anderes im Kopf als diese Sch…Verletzung. Es ist purer Stress. Inzwischen bin ich wieder positiv gestimmt. Ich kann mich auch ohne Krücken schon bewegen und habe ein gutes Gefühl, was den Heilungsprozess anbetrifft.

 

Wer umsorgt Dich jetzt die ganze Zeit?

 

Saskia: Es sind meine Eltern, die Schwester und mein Freund, die für mich da sind. Zweimal in der Woche kommt auch die Physiotherapeutin aus der Friedrichstraße zu uns nach Köpenick. Ich freue mich, wieder zu Hause zu sein. Es müssen aber nicht unbedingt solche Umstände sein. Einen Rückschlag wie diesen habe ich als Volleyballerin noch nicht erlebt.

 

Die Mannschaft und Du – wie haltet Ihr Kontakt miteinander?

 

Saskia: Irgendwer ruft immer an. Wir sind eine richtige WhatsApp-Gruppe. Wenn ich was sage oder frage, sind alle gleich im Bilde. Außerdem bin ich froh und glücklich, dass die Mannschaft ihren Weg gefunden hat.