Weihnachten mit Spitzensextett

12. Dezember 2005
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Die Jahresabschluss-Tabelle weist gleich sechs Teams die Anwartschaft auf die Meisterschaft nach. Titelverteidiger USC Münster, der Schweriner SC und Ligaprimus Rote Raben Vilsbiburg stehen mit je vier Minuspunkten vorn, zwei Zähler zurück liegen der Dresdner SC und der TV Fischbeck auf der Lauer und die möglicherweise aktuell stärkste Truppe der Liga kommt aus Suhl, und macht mit weiteren zwei Punkten Rückstand aus dem Spitzenquintett ein Sextett. Zwischenfazit: Die Liga ist vielleicht nicht so stark wie nie, aber allemal so spannend wie selten zuvor.
Gerade rechtzeitig zum Jahresabschluss ist der Höhenflug der Roten Raben aus Vilsbiburg beendet worden. Nur zehn Tage nach Saisonniederlage Nummer eins gegen Suhl erwischte es den Spitzenreiter im heimischen Vilstal zum zweiten Mal. Im Gipfeltreffen mit Verfolger SSC Schwerin unterlag der Vizemeister nach mäßiger Vorstellung verdientermaßen mit 1:3 (20:25, 31:33, 25:21, 15:25). Beobachter des vermeintlichen Spitzenspiels waren sich im Anschluss einig, dass sich ausschließlich das als Pausenattraktion gebuchte Theatro Artistico Bestnoten, der Schweriner SC sich immerhin das Prädikat gut verdient hatte und die Gastgeberinnen das Jahr ausnahmsweise mit einem ungenügend beschlossen. Raben-Trainer Michael Schöps vermisste die Aggressivität im Spiel seiner Mannschaft, die den Abschied von Aushilfszuspielerin Beatrice Dömeland dann doch etwas zu vorweihnachtlich friedlich gestaltete. Dömeland kehrt nach ihrem erfolgreichen Blauhelmeinsatz in Bayern zurück zum Dresdner SC.
Der Rest der Liga wird die Schlappe der Roten Raben mit Freude zur Kenntnis genommen haben, hat aber keinen Grund zur Schadenfreude. Denn auch in Münster (3:1 gegen Wiesbaden) zeigte sich der Favorit wenig meisterlich. Allein der Dresdner SC bewies Durchschlagskraft, als er den TV Fischbek in nur 66 Minuten ungefährdet mit 3:0 aus der Halle schickte. Der VfB Suhl setzte seinen Aufwärtstrend fort und löste auch die letzte Aufgabe des Jahres ohne größere Probleme: Mit 3:1 wurde Bayer Leverkusen fachgerechtet verarztet.
Am kommenden Wochenende steht der letzte Kraftakt vor dem Jahreswechsel an. Im Viertelfinale des DVV-Pokals kommt es zum Ostderby Schwerin gegen Dresden. Leverkusen empfängt Vilsbiburg, Suhl den TV Fischbek und der USC Münster muss zum letzten in der Runde verbliebenen Zweitligisten nach Emlichheim reisen.


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