Hinter den DVV-Frauen liegen Monate intensiver Spielpraxis in den Turnieren von Montreux, den Europaspielen von Baku, dem Grand Prix in Hongkong, Sao Paulo und Stuttgart. „Jetzt haben wir endlich wieder einmal viel Zeit zum Training“, freut sich Anja Brandt über das Trainingscamp in Schwerin. „Morgens drei Stunden und abends drei Stunden am Stück, das tut richtig gut“, meint die 1,95 m große Mittelblockerin. Die technische Ausbildung und zahlreiche Übungen stehen im Vordergrund eines Trainingstages.

Auch Anja war viel unterwegs in diesen Sommermonaten. „Ich spielte in Montreux, in Baku, in China beim Grand Prix. Dann fuhr ich für eine Woche nach Hause, um zwei Klausuren in Logistikrecht und Personalmanagement zu schreiben Beim Grand Prix in Stuttgart war ich wieder dabei. Jetzt sind wir hier in Schwerin, worüber ich mich besonders freue. So kann ich den anderen Mitspielerinnen aus unserem Team viele Empfehlungen für einen  Stadtbesuch geben, die sie gerne annehmen.“ Am meisten geschlaucht haben die drei Wochen in Baku, meint Anja. „Aber auch die lange Flugreise und das Essen in China waren gewöhnungsbedürftig.“ Anja war sehr zufrieden mit den Spielanteilen, die sie in den Turnieren bekam, bleibt aber auf dem Teppich, wenn sie sagt: „Die Leistung zählt. Und da gibt es auch bei mir immer noch etwas zu verbessern.“

In der nächsten Woche entscheidet sich, wen Chefcoach Luciano Pedulla mit zum Vier-Nationen-Turnier nach Rio de Janeiro nimmt, das am 28. August beginnt. Anja möchte gern dabei sein. Sie hat ein gutes Gefühl, dass sie zu den 14 Auszuwählenden gehört. Nach diesem Turnier geht es erneut zurück ins Trainingslager nach Schwerin, bevor es dann richtig ernst wird mit der Europameisterschaft.

 

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