U14 weiblich schreibt Geschichte

23. Mai 2019
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© Helmut Keiling

Erstmals in der Geschichte wird der deutsche Meistertitel in der U14 verteidigt

Bereits am vergangenen Donnerstag nahmen die jungen Schwerinerinnen die weite Anreise zu den Deutschen Meisterschaften in Kaufbeuren mit einem Zwischenstopp in Ingolstadt in Angriff. Nach einer unglaublich erfolgreichen U14-Saison, in der die Mädels den AOK-Cup, den Striezelcup und das Jugendturnier in Bitterfeld gewannen, fuhr man mit hohen Erwartungen ins Allgäu. Nach einer emotionalen und gut vorbereiteten Eröffnungsfeier starten die Mädchen am Samstag mit ihrem ersten Gruppenspiel gegen TV Gladbeck. Nachdem die Anfangsnervosität abgelegt war, nahmen die Mädchen immer mehr ihren gewohnten Spielrhythmus auf und sicherten sich den ersten Sieg bei den Deutschen Meisterschaft mit einem souveränen 2 : 0 (25 : 15, 25 : 16). Somit war ein guter Start geglückt und man ging mit Selbstvertrauen in das zweite Gruppenspiel gegen den FTSV Straubing. Hier konnten die Schweriner Mädels ihre körperliche Überlegenheit gegen die kleineren aber sehr abwehrstarken Bayern hervorragend ausnutzen und gewannen am Ende verdient 2 : 0 (25 : 15, 25 : 17). Nun wollten sich die Mädchen natürlich den Gruppensieg im letzten Vorrundenspiel gegen den TV Brötzingen sichern. Trotz kleinerer Nachlässigkeiten ließ die Mannschaft nichts anbrennen und machte den Gruppensieg mit einem 2 : 0 (25 : 16, 25 : 17) perfekt. Die gute Qualität in der Mannschaftstiefe machte es zudem möglich, das trotz vieler Spielerwechsel die Mannschaft konsequent ihre Spannung hielt und auf diesem Wege Kraft für den zweiten Tag sparen konnte. Jetzt hieß es schnell aus der Halle zu kommen und die Nachbereitung zu beginnen.

Der Sonntag startete  bereits um 6. 20 Uhr mit einer kleinen Aktivierungseinheit im Park. Um 9 Uhr wartete im Viertelfinale der Ausrichter SV Mauerstetten. Der Schweriner SC fand sehr schnell in seinen Rhythmus, konnten basierend auf einen stabilen Spielaufbau immer wieder gute Akzente am Netz setzen und ließen den abwehrstarken Mädchen aus Südbayern nur wenig Möglichkeiten. Am Ende gewann der SSC das Viertelfinale 25 : 7 und 25 : 12 und konnte seine Spielleistung noch einmal deutlich steigern. Mit dem Gewinn einer Medaille fiel eine Menge Druck ab.

Im Halbfinale wartete nun kein geringerer als der Dresdener SC. In diesem Spiel zeigten die Schweriner ihre wohl beste Turnierleistung. Mit unglaublich taktischer Disziplin, Leidenschaft und Selbstvertrauen spielten die Mädchen wie entfesselt. Dresden hielt sehr gut gegen, konnte aber dem Feuerwerk des SSC nur selten etwas entgegensetzen. Völlig verdient stürmten die Mädels mit 25 : 10 und 25 : 13 in das Finale.

Hier wartete der RC Borken-Hoxfeld, die ebenfalls ohne Satzverlust in das Finale einzogen. Nach einer sehr gelungenen Spieleröffnung startete nun das Finalspiel um die Deutsche Meisterschaft. Die Schweriner Mädchen kamen über eine 3 : 1 Führung gut in den ersten Satz. RC Borken-Hoxfeld erwies sich als schwierigster Gegner und war in der Annahme nur selten unter Druck zu setzen. Am Netz konnten ihre Spielerinnen immer wieder mit guten Angriffen glänzen. Schwerin ließ sich davon aber kaum beeindrucken und marschierte unentwegt weiter. Über das gesamte Spiel hinweg konnte man sich stets eine Punktführung erarbeiten. Vor allem in Block und Feldabwehr überzeugten die Mädchen und waren dadurch in der Lage gute Gegenangriffe aufzubauen. Nachdem der Matchball auf der Seite von RC-Borken zu Boden fiel (25 : 16, 25 : 18), gab es für die Schweriner Mädchen kein Halten mehr. Gänsehaut pur. Der Meistertitel ging damit vollkommen verdient nach Schwerin und ist das Ergebnis einer bemerkenswert fokussierten Teamleistung. Ein großes Dankschön geht natürlich an das gesamte Schweriner Trainerteam, die Vereinsleitung und nicht zuletzt an die Eltern.

Der Schweriner SC schreibt damit auch ein klein wenig Geschichte. Seit 2001 konnte kein Verein die Meisterschaft in der U14 verteidigen. Den Mädchen des 2005er und 2006er Jahrgangs ist dies nun gelungen.

Mannschaft: Marie Langhans, Svea Naujack, Charlotte Wachtmann, Paulina Ströh, Annabella Kessin, Michelle Fenske, Jolina Hermanns, Leni Schneekluth

Trainer: Ronnie Karohs

Co-Trainer: Paul Sens

Trainer U13: Bernd Schulmeister

Trainer U16: Radek Krapc

ssc-intern [rk]


© Helmut Keiling

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