Tabellenführer in der Champions League nach 3:1 Erfolg über Rzeszow

1. Dezember 2020
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© CEV

Nach einem denkbar knappen italienischen Duell zwischen Scandicci und Busto Arsizio  (3:2 – 17:15 im 5. Satz) zum Auftakt der Gruppe A der CEV Champions League, gaben die SSC Damen gegen den aktuellen Tabellenführer der polnischen Liga Rzeszow ihr Debüt in der Königsklasse. Als Underdog zum Champions League Turnier in Florenz angereist, wollte das Team von Felix Koslowski mutig aufspielen und war gleich im ersten Spiel der Gruppe mit einem eindrucksvollen 3:1-Erfolg für eine erste Überraschung gut. In der Liga häufig unter Druck gesetzter Favorit, spielte das Team um Greta Szakmary befreit auf und überraschte mit diesem deutlichen Sieg beim ersten Auftritt. 

Der SSC zu Spielbeginn in allen Belangen besser als die Damen aus Polen, hat sich das Leben in Satz 1 am Ende selbst schwer gemacht. Mit insgesamt 14 Eigenfehlern, in erster Linie im Block am Netz und am Aufschlag, konnten die Schwerinerinnen einen 6-Punkte Vorsprung nicht ins Ziel bringen. Bravourös gestartet, haben vor allem die guten Zuspiele von Denise Imoudu auf Kapitänin Szakmary und Diagonale Spelman für die meisten Punkte beim Rekordmeister gesorgt. Auch der Block funktionierte gut gegen die groß gewachsenen Gegner und beim Stand von 19:13 für die Norddeutschen konnte man sich getrost Hoffnungen auf den Satzgewinn machen. Rzeszow Coach Antiga wechselte auf Diagonal und brachte somit einen neuen Impuls, der die Mannschaft wieder ins Spiel und schlussendlich sogar zum knappen Satzgewinn mit 24:26 beflügelte. 

Durchgang zwei startet ähnlich ausgeglichen, wie der erste endete, bevor sich der SSC zur Satzmitte durch einen Angriff von Greta Szakmary auf 11:7 absetzen konnte. Mit guter Block-Abwehr Arbeit können die Norddeutschen den Vorsprung halten, Lina Alsmeier trumpft im Angriff auf und macht die wichtigen Punkte. Hayley Spelman macht im Aufschlag Druck, serviert zum Satzball des SSC, lässt die Annahme der Polinnen wackeln und infolgedessen landet der Angriff im Aus. Mit weniger Eigenfehlern und einer stabilen Annahme kämpft sich der SSC zum ersten Satzgewinn in der Königsklasse und gleicht zum 1:1 aus.

Auch in Satz 3 zeigen sich beide Mannschaften auf Augenhöhe und die vermutlich längste Rallye des Spiels endet unglücklich mit einem Abpraller zugunsten von Rzeszow und dem Anschluss zum 8:6. Eine Aufschlagserie von Denise Imoudu baut den Vorsprung des SSC auf 13:9 aus, auch weil sich Lina Alsmeier in der Annahme nicht aus der Ruhe bringen lässt. Der polnische Ligaprimus hingegen kommt im Angriff kaum durch, sei es durch Eigenfehler bei zu langen Angriffen oder gute Block-Aktionen des SSC. Eine derart hohe Eigenfehlerquote auf Seiten der Favoriten beschert dem SSC den nächsten Satzgewinn, der sein Spiel ruhig und konzentriert zu Ende bringt.  

Nach ausgeglichenem Beginn gehen die Damen von Felix Koslowski in Durchgang 4 mit druckvollem Aufschlag von Lina Alsmeier und einem sehenswerten Blockpunkt von Zuspielerin Imoudu mit 7:4 in Führung, während die Polinnen im Angriff eher auf die Trainerbank des SSC zu zielen scheinen als den Ball im Feld unterzubringen. Mit einer Lea Ambrosius, die den Block gut stellt und einer wie gewohnt wachen und flinken Anna Pogany setzt sich der SSC auf 12:6 ab. Bei den nachfolgenden Punkten sehen die Polinnen nicht gut aus und dem SSC scheint alles zu gelingen. Zwischenzeitlich mit 8 Punkten vorn, glänzen die Norddeutschen mit Spielfreude, bevor Magdalena Grabka mit einer starken Aufschlagserie den Satzgewinn nochmal in Frage stellt. Nach 130 Minuten verzeichnet der SSC seinen ersten Sieg in der diesjährigen Königsklasse und Greta Szakmary teilt sich mit Hayley Spelman mit jeweils 20 Zählern die Topscorer Position. Schon am Mittwoch geht es gegen den Gewinner des italienischen Duells Scandicci um 17.30 Uhr um die nächsten Punkte und gegen die ehemaligen SSC-Akteure Luna Carocci und Kimberly Drewniok.  

Felix Koslowski: „ Wir hätten uns dieses Ergebnis heute nicht erträumen lassen und gewinnen mit einer so jungen Mannschaft gegen den Tabellenführer der polnischen Liga! Wir waren trotz des Satzverlustes in Durchgang 1 bereit, alles in diese Spiele zu geben und haben oft die besseren Lösungen gefunden, als der Gegner.“


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