Sylvia Roll ist die Leitfigur

29. November 2005
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Der sympathische Norweger klagt nicht, er freut sich auf die Begegnungen. Es sind große Herausforderungen, die sich jeder Sportler wünscht. Nach sechs Spieltagen und 10:2-Punkten sehen sich die Norddeutschen im Plan. Lediglich in Wiesbaden leisteten sie sich einen unerwarteten Fehltritt, alle anderen Aufgaben erledigten sie in hohem Tempo. Leverkusen, Braunschweig, Köpenick und Grimma blieben gegen den SSC ohne Satzgewinn. Wir haben die Saison gut begonnen. Mal sehen, wie sich unsere Mannschaft nun in den Spitzenspielen schlägt, erklärt Aleksandersen.
Die Schweriner Teamleitung wünscht sich in dieser Saison eine Medaille. Der Trainer weiß dies und akzeptiert die Vorgabe. Er hat aber auch eigene Ziele: Unsere Mannschaft ist sehr jung, wir haben viele große Talente. Wenn sich die in diesem Jahr um 20 oder 25 Prozent verbessern, wäre ich auch unabhängig von der Endplatzierung zufrieden.
Sieben neue Spielerinnen haben die Mecklenburger im vergangenen Sommer verpflichtet. Vom VC Olympia Berlin kamen Julia Retzlaff (18 Jahre jung), Marlit Fischer und Kristin Kasperski (beide 19), aus Portugal die Brasilianerin Fernanda de Oliveira (21), vom Zweitligisten Parchim Swantje Basan (19) und aus Serbien Zuspielerin Dragana Basic (21). Den größten Coup landete Schwerin allerdings mit einer anderen Personalie. Sylvia Roll, 237fache Ex-Nationalspielerin, kehrte nach sieben Auslandsjahren in Brasilien und Italien zu ihrem Heimatverein zurück. Die 32-Jährige ist die Leitfigur im Kader des mehrfachen Deutschen Meisters.
Im dritten Jahr engagiert sich Tore Aleksandersen nunmehr in Schwerin. Er liefert gute Arbeit ab und identifiziert sich mit seiner Aufgabe voll und ganz. Wenn er über die Perspektiven seiner aktuellen Mannschaft spricht, gerät er ins Schwärmen. Dieses Team hat ein riesiges Potenzial. In zwei Jahren spätestens wollen sie sich in Schwerin wieder einmal mit einem Titel schmücken.
In der vergangenen Saison machte der SSC am Berg Fidel zwei große Spiele. Am Ende waren es nur Kleinigkeiten, die die Begegnungen zu Gunsten Münsters entschieden. Auch heute könnte die Angelegenheit sehr knapp werden. Schwerin jedenfalls freut sich auf das Gipfeltreffen. Es macht immer unglaublichen Spaß, in Münster zu spielen, weiß Aleksandersen aus Erfahrung.


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