Und damit konnte auch Wolfgang Wehner wieder durchatmen: “Letzte Nacht habe ich nicht gut geschlafen, das wird heute anders sein.² Ein dickes Kompliment machten alle im Team des neuen Pokalsiegers den stimmgewaltigen Fans aus Thüringen. Trainer Han Abbing sagte: “Das ist einfach geil, was die Leute hier veranstaltet haben.² Wehner sagte: “Ich bin stolz darauf, dass uns so viele nach Halle begleitet haben.²

In den ersten beiden Sätzen hatte sein Team die Norddeutschen gut unter Kontrolle und profitierte dabei auch von den flatternden Nerven des Gegners.
Hamburgs Coach Helmut von Soosten hatte vor dem Finale gesagt: “Entscheidend wird sein, wer die Nerven früher im Griff hat.² Vor 8000 Zuschauern musste er dann erleben, dass es seine Spielerinnen waren, die mit der Endspielatmosphäre die größeren Probleme hatten. Dominice Steffen sagte:
“Wir haben verloren, weil wir erstens schwach in der Annahme waren und kein schnelles Spiel aufbauen konnten. Zweitens waren wir viel zu verkrampft und unsicher. Die Suhler Zuschauer waren beeindruckend. Ich hätte mir gewünscht, dass wir besser spielen, leider sind wir unter unseren Möglichkeiten geblieben.²

Auch nach dem Gewinn des dritten Satzes änderte sich das nicht. Suhl hatte immer die besseren Antworten parat. Sogar per Fuß: Die spektakulärste Szene spielte sich Anfang des vierten Satzes ab, als Natasa Rapajic weit außerhalb des Feldes mit einem Fallrückzieher den Ball im Spiel hielt und die artistische Abwehraktion am Ende des Ballwechsels auch noch mit einem Punktgewinn belohnt wurde.

Die punktbesten Spielerinnen waren für Suhl Magdalena Sadowska (20 Punkte) und Natasa Rapajic (15). Für Hamburg waren es Dominice Steffen (17) und Kerstin Ahlke (15).

Foto: Copyright: Tom Schulte