Beim SSC hat man ungebrochenes Vertrauen in den Mann aus den eigenen Reihen: „Wir wissen, dass Felix unsere Philosophie für die Mannschaft mitträgt, dass er mit seinen Erfahrungen dafür sorgen kann, dass der Schweriner SC weiter Spitze ist“, sagt Präsident Johannes Wienecke. „Bisher hat er es jedes Jahr geschafft, dass es einen Schritt voranging, obwohl er anfangs die Mannschaft ganz neu aufbauen musste und es jede Saison größere Wechsel gab. Was jetzt noch fehlt, ist das i-Tüpfelchen.“ Das sieht der Trainer genauso und hat sich vorgenommen: „Mindestens ein Titel muss in den nächsten zwei Jahren sein.“

Dabei wird ihn neben Paul Sens ein neuer Co-Trainer unterstützen: Manuel Hartmann (29), zuletzt Chefcoach bei den Ladies in Black Aachen, übernimmt die Stelle von Davide Carli. „Ich wäre gern Cheftrainer geblieben, aber die Situation in Aachen ist leider zu unsicher“, sagt der gebürtige Schwäbisch Haller. Als er hörte, dass Schwerin einen neuen Co-Trainer braucht, meldete Manuel Hartmann sich deshalb mit „Ich hätte da einen, der Interesse hat“ bei Felix Koslowski – und der musste nicht lang überlegen: „Manuel ist sehr intelligent, klar und strukturiert, das ergänzt sich gut mit meiner Emotionalität. Er ist menschlich wie fachlich ein Gewinn für den Schweriner SC, ich freu mich sehr auf unsere Zusammenarbeit.“

Die wurde zumindest in Sachen Nationalmannschaft schon (re)aktiviert: Wie bereits zur Olympiaqualifikation im Winter war Hartmann bei der aktuellen World Grand Prix-Vorbereitung in Schwerin und Heidelberg als Co von Koslowski und Andreas Vollmer dabei.

Vom Schweriner SC spielen außerdem Zuspielerin Denise Hanke, Mittelblockerin Marie Schölzel und Angreiferin Louisa Lippmann in der Auswahl, die am 10. Juni in China ihr erstes Grand Prix-Spiel gegen die USA antreten wird. Anja Brandt und Jennifer Geerties, zuletzt gesetzte Größen im Nationalteam, verzichten in diesem Sommer auf die Teilnahme, um langwierige Probleme an Schulter und Knie auszukurieren.