Er stürzte den größten Favoriten in der Gruppe E ersteinmal vom Sockel.Der Schweriner SC begann mit der Aufstellung Lisa Thomson, Lucia Hatinova, Souza Ziegler, Denise Hanke, Anne Buijs und Anja Brandt. Es war die gleiche Besetzung wie zum Eröffnungsspiel der 1. Bundesliga am 19.10.12 gegen den VfB Suhl in der Schweriner Arena. Trainer Teun Buijs wollte offensichtlich ein Gegengewicht schaffen zu den hoch aufgeschossenen Mädels von Dinamo Kasan Zwei Spielerinnen der Gäste auf der Position Diagonal, Daria Malygina und Ekaterina Gamova sind über 2 m groß Kasan setzte den SSC schon im 1. Satz mit präzisen Angriffen heftig unter Druck 5:8 lautete der Satzstand zur 1. technischen Auszeit. Mindestens 6 Annahmefehler des SSC bescherten Dinamo Punkte. Das Konto der Gäste erhöhte sich auf 7:14. Es war höchste Zeit für eine Auszeit des SSC. Danach schien sich eine Wende im Schweriner Spiel anzubahnen. Die Aufholjagd begann. Vom 13:19 kämpfte sich der SSC bis zum 18:19 heran. Den Rest aber besorgten die Mädels aus Kasan. Der 1. Satz ging an sie (21:25).

Zu Beginn des 2. Satzes geriet der russische Meister heftig ins Trudeln. Dafür sorgte Denise Hanke mit ihren messerscharfen Aufschlägen. Durch sie zog der SSC 7:0 davon. Die Gäste waren geschockt. Die Schwerinerinnen zeigten Stärke und wollten sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen lassen. Sie verteidigten mit großem Einsatz die Führung und brachten mit ihren Aktionen das Publikum zum Stehen. Lousi Ziegler blockte zwei Angriffe des Superstars Gamova und erntete donnernden Applaus. Das Zusammenspiel klappte besser als im 1. Satz. Die Fehlerquote war merklich gesunken. Der SSC ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und punktete sehr zum Leidwesen der Gäste weiter. Unglaublich aber dieser 2. Satz ging mit 25:14 an Schwerin.

Der Ausgleich war geschafft. Einen dramatischen Verlauf nahm der 3. Satz. Kasan übernahm zunächst die Führung und baute diese zum 6:10 aus. In der Folge gelangen Gamova mehrere Aufschlagpunkte Der SSC parierte nicht gut. Ab der 2. TA änderte sich das. Spektakuläre Ballwechsel begeisterten die Zuschauer. In der Endphase dieses Satzes schaffte der SSC den Ausgleich zum 20:20. Auch das 20:22 für die Gäste entmutigte die SSC-Mädels nicht. Anne Buijs holte den ersten Matchball. Kasan schaffte den Anschluss zum 24:23. Den einen herbeigesehnten Punkt machte dann Anne Buijs. Der Spielstand: 2:1 für den SSC. Wer hätte das gedacht?

Nach 3 Minuten Durchschnaufen dann der 4. Satz. Schwerin konnte spielerisch nicht an den 3. Satz anknüpfen. Lusi versuchte dreimal, den gegnerischen Block mit zu überwinden. Das misslang. Dennoch wurde bis zum Schluss gekämpft. Dank Gamova verlor der SSC diesen Satz mit 20:25.

Nun war die Hölle los in der Arena. Der Tiebreak! Niemand hielt es mehr auf den Sitzen, nachdem der SSC mit 7:4 in Führung gegangen war. Beim 8:6 war Seitenwechsel. Behielten die Mädels von Teun Buijs die Nerven? Die meiste Gefahr ging von Ekaterina Gamova aus. Sie brachte die Gäste wieder heran auf 14:13. Doch der letzte spielentscheidende Punkt ging an Schwerin. Zum ersten Mal in der noch jungen Geschichte der Arena gewann der SSC hier ein Spiel in der Champions League