Da heißt es jetzt für die Mannschaft um SSC-Kapitän Kathleen Weiß durchzustarten. Und das gleich morgen, wenn Bayer Leverkusen ab 17.30 Uhr in der Volleyballhalle am Lambrechtsgrund antritt. Dieser Spieltag und auch der folgende, wenn Schwerin gleich zum Rückspiel ins Rheinland muss, bieten für das SSC-Team die Chance, wieder zur Spitze aufzurücken. Denn das Führungsduo mit Vilsbiburg und dem Dresdner SC (Zweiter mit 36:12 Zählern) tritt jetzt zweimal gegeneinander an und nimmt sich die Punkte gegenseitig weg.

Die Chance also für den Schweriner SC, doch dazu müssen zwei Siege gegen Leverkusen her. Die Vorzeichen für einen Erfolg morgen stehen sehr gut, legt man das Gesetz der Serie zu Grunde. In der Meisterrunde haben die Mecklenburgerinnen ihre Heimspiele gegen Wiesbaden (3:1) und Suhl (3:0) gewonnen.

Nach schlechtem Spiel wieder aufgestanden

Nach dem bitteren 0:3 in Vilsbiburg stand die Mannschaft von Trainer Tore Aleksandersen wieder auf und wies den Pokalsieger aus Thüringen in die Schranken. Eine gleiche Reaktion erhoffen sich jetzt alle Schweriner Volleyball-Anhänger nach dem enttäuschenden 1:3 vom vergangenen Sonntag in Dresden, dass sich die Mannschaft rehabilitiert.

Wie ein Sieg gegen Leverkusen herausspringt, wissen die Schwerinerinnen. Zum Bundesliga-Start gewannen sie auch in eigener Halle mit 3:1. Mit guten Aufschlägen müssen sie das Team von Trainer Dirk Sauermann unter Druck setzen und aus einer sicheren Annahme ihr schnelles Angriffsspiel aufziehen – dann sieht jeder gegen den SSC schlecht aus. Doch die Gastgeberinnen sind gewarnt. Die Bayer-Truppe, die bislang in der Meisterrunde noch kein Spiel gewonnen hat, kann hier befreit aufspielen, sie hat nichts zu verlieren. Und wie das geht, demonstreirten die Rheinländerinnen am letzten Normalrunden-Spieltag in Dresden, als sie 3:0 dort gewannen.

Doch der SSC weiß um seine Chance. Mit einem Sieg morgen kann man vorlegen und die Konkurrenz aus Dresden und Vilsbiburg unter Druck setzen, da die beiden erst am Montag aufeinander treffen.

Foto – Dietmar Albrecht: Mit schnellem Angriffsspiel – wie hier Cathrin Schlüter zum Saisonauftakt gegen Bayer – sollte Leverkusen auch morgen zu schlagen sein.