Zum Anpfiff stehen für den SSC Quinta Steenbergen, Lucia Hatinova, Lousi Souza Ziegler, Denise Hanke, Anja Brandt, Janine Völker und Lisa Thomsen als Libero bereit und Lucia Hatinova blockt zum 1:0. Frenetisch feiern die Rumänen ihr Team und bei einem Zwischenstand von 3:8 zur ersten Auszeit haben sie dazu reichlich Grund.  Beim SSC läuft es noch nicht rund und Teun Buijs nimmt die erste Auszeit beim Stand von 3:11. Die Annahme wird beim SSC auch im Verlauf nicht besser und so führen die Gastgeberinnen auch zur zweiten technischen Auszeit deutlich (7:16). Mit einem klaren rumänischen Vorsprung geht der erste Satz nach einer guten Viertelstunde an die Mannschaft von 2004 Tomis Constanta (11:25).

Ausgeglichen und mit umkämpften Ballwechseln beginnt der zweite Satz, doch nach dem 4:4 können sich die Rumäninnen zum 4:7 absetzen. Zwar kommt der SSC wieder ran, die erste Auszeit geht aber erneut an Constanta (7:8). Eine Aufschlagserie und ein  Ass von Denise Hanke bringen die 2-Punkteführung zum  13:11 und eine Auszeit durch Darko Zakoc, Trainer von Constanta. Schwerin ist nun im Spiel angekommen und mit einem Angriff von Lucia Hatinova kommt die zweite technische Auszeit (16:14). Bis zum 21:20 kann Schwerin eine Führung halten, beim 21:21 nimmt Schwerin eine Auszeit. Die Führung wechselt (21:23), doch Schwerin kann dagegenhalten (23:23). Mithilfe der Zuschauer und deren Anfeuerungsrufe für das eigene und gegen das gegnerische Team gelingt Constanta der Satzball (23:24), nach Zuspiel von Lisa Thomsen gleicht Lousi Souza Ziegler jedoch aus. Janine Völker und Quinta Steenbergen blocken zum Satzball Schwerin (27:26), aber auch der soll es noch nicht sein. Stattdessen gelingt Constanta drei Ballwechsel später die 2:0-Satzführung (27:29).

Alles oder nichts kann es jetzt nur für die Gäste heißen. Trotzdem geht der erste Punkt an die Gegner vom Schwarzen Meer. Mit Gefühl und Auge holt Janine Völker zwei Punkte zum 6:4 für den SSC und auch der achte Punkt kann in der Statistik Janine Völker gutgeschrieben werden (8:4). Beim klaren Rückstand von sechs Punkten nimmt Constanta eine Auszeit (10:4) und zumindest der folgende Punkt bleibt bei Tomis (10:5). Schwerin ist im Spiel, Constanta von der Rolle und das zeigt sich im Zwischenstand von 16:7. Eine umstrittene Entscheidung fällt zugunsten des SSC und die Führung kann zum 20:10 ausgebaut werden. Ein Angriff im Netz bringt dem SSC den Satzgewinn immer näher (23:13) und Anja Brandt sorgt für den Satzball (24:13). Meagan Ganzer, noch im Sommer zum Probetraining in Schwerin gewesen, hält dagegen. Den Schlusspunkt des Satzes setzt Anja Brandt diagonal ins gegnerische Feld und das Spiel bleibt offen (25:16).

Punkt eins in Satz vier geht an Schwerin und da die Führung ausgebaut werden kann (6:3), soll eine Auszeit Constanta wieder zurückbringen. Bei drei Punkten Vorsprung bleibt es jedoch auch zur technischen Auszeit (8:5). Der SSC ist auch in der Mitte des Satzes in Front, kann die Führung aber nicht weiter ausbauen (15:12). Stattdessen kommen die Spielerinnen aus Rumänien auf einen Punkt heran, was Teun Buijs zur Auszeit zwingt (15:14), die Gastgeber im Anschluss aber nicht am Ausgleich hindert (15:15). Schwerin schafft es wieder auf zwei Punkte davon zu ziehen (19:17), kurz vor der Zwanzigermarke wittern die Gastgeber jedoch ihre Chance (19:19) zum Satz- und damit Spielgewinn. Wieder sind die Zuschauer und die Mannschaft von Constanta nicht mit der Entscheidung des Schiedsrichters zufrieden (21:19) und der Heimtrainer versucht mit einer Auszeit wieder Ruhe ins Spiel seiner Mannschaft zu bringen. Knapp zwei Stunden nach Spielbeginn gleicht der SSC dank eines Asses von Lucia Hatinova aus (25:21).

Es geht in den fünften Satz und somit von vorne los. Beide Teams schenken sich nichts (3:3, 4:4, 7:7), in den Seitenwechsel geht es aber mit einer minimalen Führung von 8:7 für den SSC. Kaum sind die Seiten getauscht, liegen beide Teams gleichauf (8:8, 9:9). Viele Chancen zum Punkten wird es nicht mehr geben und so nimmt Constanta beim 11:10 für den SSC eine Auszeit und beim 12:12 ist wieder alles offen. Das Publikum tobt beim 12:13 und dem folgenden Matchball für Constanta. Der Aufschlag segelt jedoch ins Aus (13:14) und auch der zweite Matchball für Tomis kann dank eines Blocks nicht verwandelt werden (14:14). Tomis Constanta macht den nächsten Punkt und kann nun das Spiel für sich beenden, doch Anja Brandt gleicht aus (15:15). Der nächste Angriff der Rumäninnen findet seinen Platz in der Schweriner Hälfte – erneut Matchball (15:16). Ein erfolgreicher Block der Heimmannschaft sorgt dann auch für den zweiten Sieg Constantas im zweiten Champions League-Spiel (15:17), nach dem 3:0-Auswärtserfolg der vergangenen Woche gegen Tubor Riboni Urbino aus Italien.

Unsere Mannschaft hat jedoch toll gekämpft, sich auch nach einem 0:2-Satzrückstand nicht beeindrucken lassen und wieder starke Nerven bewiesen. Zu Hause ist Anfang Dezember mit dem eigenen Publikum im Rücken auf jeden Fall was drin.