Die Zeitabstände zwischen den Spieltagen sind für die Mädels des SSC momentan sehr kurz, zumal sie auch im Europapokal (CEV Cup) gefordert sind. Doch der erfolgreiche Saisonstart mit zwei gewonnenen Spielen macht Lust auf weitere gute Präsentationen. Hamburg wird gegenhalten. Der Verein hat einen gewaltigen Umbruch  vollzogen. Er muss in dieser Saison (Zielvorgabe: Erreichen der Playoff) nicht nur seine Fans überzeugen sondern auch die Sponsoren, um seine Zukunft in der 1. Bundesliga zu sichern.

 Mit Mittelblockerin Nina Braack ist nur eine Spielerin des bisherigen Kaders in der aktuellen Mannschaft vertreten. Das neue Team besteht aus sieben deutschen und vier ausländischen Frauen. Auf den Schweriner SC wartet ein selbstbewusster Gegner, hieß es vorab  aus der Vereinszentrale. Wenn seine Mädels ein variables Spiel aufziehen und durchhalten und die Angreiferinnen viele Punkte machen, könnte man einiges ausrichten gegen Schwerin, ist Trainer Dirk Sauer überzeugt. „Wir gehen offen an die Aufgabe und agieren mit positiver Aggressivität und frech.“  Da weiß sein Schweriner Kollege Felix Koslowski doch schon mal, worauf er sich einstellen muss in Hamburg. Auch ließ der Verein wissen, welche Talente sich nun in seinen Reihen befinden. Da wäre zum Beispiel Nina Braack („Ihr Aufschlag ist eine Waffe“), oder Taylor Milton („Angreiferin mit Hammer und kalifornischer Lebensfreude“), oder Litara Keil („Mittelblockerin mit viel Ballgefühl“), oder Karina Muiljwijk („Unruheherd und Kraftpaket aus Gouda“). Und da sind zwei Ehemalige vom Schweriner SC im Hamburger Aufgebot: Jana Franziska Poll und Denise Imoudu. Die Vereinsführung spricht von einem schlagkräftigen Team, das zusammengestellt wurde. Der missglückte Saisonstart in Köpenick soll am Mittwoch wieder gut gemacht werden.

Wolfgang Schmidt

Fotos: SSC, MD