Der SC Potsdam wird nicht nur von den Bundesligatrainern als Meisterschaftsfavorit gehandelt. Auch die SSC-Fans haben mitbekommen, dass Potsdam seinen Kader total umgekrempelt und an Stärke gewonnen hat. Zu den acht Neuzugängen gehören die erfahrene Annahme/Außenspielerin Regina Burchardt-Mapeli vom VC Wiesbaden, Diagonalangreiferin Saskia Hippe vom Schweriner SC und Mittelblockerin Wiebke Silge vom USC Münster. Der Verein peilt in dieser Saison das Halbfinale an, um damit nach einer Meisterschaftsmedaille greifen zu können. Das wäre der bisher größte Erfolg. In der letzten Saison landete der SC Potsdam auf dem fünften Platz. Der Start in die neue Saison verlief durchwachsen. Zwei Spiele  wurden gewonnen, zwei verloren. Im Saisoneröffnungsspiel musste der SCP gegen die Volleystars Thüringen in Suhl antreten. Hier gelang den Potsdamer Mädels mit ihrem Chefcoach Alberto Salomoni nach einem harten Kampf ein 3:2-Sieg. Im Pokalachtelfinale am 4. November kam es zur Neuauflage des Duells, diesmal in Potsdam. Dort aber verließen die Thüringerinnen  das Feld als 3:2-Sieger. Sie konnten einen 2:0 Rückstand in den Erfolg ummünzen. Das hat die ehrgeizigen Potsdamerinnen mächtig gewurmt. Man kann erwarten, dass sie im Bundesligaspiel gegen den SSC den ganzen Frust über das Pokal-Aus raushauen werden. Entsprechende Gegenmittel muss Felix Koslowski für das SSC-Team finden, um den „Ausrutscher“ gegen Straubing wieder wett zu machen.

Wolfgang Schmidt