Schon zum Auftakt hatten sich beide Teams gegenüber gestanden. Dabei mussten sich die Mecklenburgerinnen nach einer 2:0-Satzführung dem österreichischen Meister noch mit 2:3 (15, 21, -22, -25, -9) geschlagen geben. Danach gewann der SSC in der Vorrunde gegen die deutsche U18-Auswahl mit 3:0 (15, 17, 22). Trainer Tore Aleksandersen war bis dahin noch nicht zufrieden mit seinem Team: "Es fehlt noch an mannschaftlicher Geschlossenheit. Ich sehe im Spiel auch nicht die nötige Steigerung, wichtige Bälle werden nicht beim Gegner untergebracht", monierte er.

Im Halbfinale gegen den VC Wiesbaden aber setzten sich seine Schützlinge dann klar mit 3:0 (20, 23, 23) durch und zeigten gegen den Liga-Konkurrenten den vom Coach geforderten Aufwärtstrend, den sie dann auch im Finale fortsetzten.

Seine Erkenntnisse eine Woche vorm Saisonstart fasste Aleksandersen so zusammen: "Es gab einige Höhen und Tiefen. Da wir unser Spielsystem etwas umgestellt haben, muss die Mannschaft erst einmal damit klarkommen. Mental müssen wir uns noch verbessern, zum Beispiel in entscheidenden Situationen kühlen Kopf bewahren. Wenn wir den Kampf um die Meisterschaft aufnehmen wollen, müssen wir mannschaftlich noch geschlossener auftreten und konstanter spielen." Aber der Norweger verteilte auch Lob: "Erfreulich ist die Entwicklung unserer jungen Spielerinnen. So hat sich Denise Hanke super gemacht, sie spielt für ihr Alter schon sehr gut, es fehlen natürlich noch ein paar Kleinigkeiten", so der SSC-Trainer über die 18-jährige Zuspielerin.

Allerdings plagen Schwerins Coach auch einige personelle Sorgen. So fehlte Hanna Torkkeli wegen Schulterproblemen, Julia Retzlaff (Reha nach Kreuzbandriss) wird erst gegen Weihnachten wieder fit sein, Sandra Gutsche plagte sich mit Knieschmerzen, wurde deshalb während des Turniers ab und zu vom Coach geschont. Ab heute wird sich auch noch Kristin Kasperski zum achtwöchigen Grundlehrgang bei der Bundeswehr verabschieden.

Am Mittwoch steht das letzte Testspiel gegen Hamburg auf dem Plan des SSC. Was die beiden Konkurrenten Wiesbaden und Meister Dresdner SC angeht, meinte Aleksandersen nur so viel: "Wiesbaden schätze ich sehr stark ein, beim DSC fehlten vier Nationalspielerinnen und der Rest hat sich nicht besonders gut verkauft. Da kann man also jetzt noch nicht viel sagen." Die Mannschaft von DSC-Trainer Arnd Ludwig hatte gegen Wiesbaden (0:3) und Breslau (2:3) verloren und sich im Spiel um Platz fünf mühevoll mit 3:2 gegen die Talente des U18-Teams durchgesetzt.

Platz drei ging an die Polinnen, Vierter wurde Wiesbaden, Fünfter der DSC und Platz sechs belegte die U18-Auswahl.