SSC verpasst Saisonauftakt: 3:2 für Aachen

3. Oktober 2019
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© MiDiGrafie

Eine ganze Halle in Gelb – so etwas hat es in der Schweriner Palmberg  Arena noch nicht gegeben. So empfingen die Volleyball-Fans des SSC Palmberg am Donnerstag ihre Mannschaft zum Saisonstart in der ersten Bundesliga der Frauen. Die Ladies in Black aus Aachen waren ihr erster  schwer zu bespielender Gegner.

Beide Mannschaften brachten neue Kader aufs Feld, die meisten Aachen mit acht Neuverpflichtungen, darunter Tessa Polder und Mareike Hindriksen, Schwerin mit vier Neuzugängen. In der Startsechs des SSC liefen zunächst die „Altgedienten“ auf: Greta Szakmary, Anna Pogany, Britt Bongaerts, Kimberly Drewniok, Lauren Barfield und Mckenzie Adams. Der Beginn des ersten Satzes ließ erkennen, wie schwer es wird, das eingespielte Team aus Aachen in Schach zu halten. Die Ladies servierten den ersten Ball. Adams Konter landete im Aus. Aachen führte 1:0. Adams zweiter Angriff saß: Ausgleich zum 1:1. Dann erneut ein Fehler durch Adams, wieder führte Aachen. Adams Unsicherheit währte bis zum Satzende. Beim 25:26 war sie am Block gescheitert und der letzte Minuspunkt ging auch auf ihr Konto. Aber nicht nur sie war an der zu hohen Fehlerquote beteiligt. Kimberly Drewniok versuchte es mehrfach mit Sprungaufschlägen, scheiterte aber am Netz. Ein Lichtblick war die großartige Abwehrleistung des SSC beim Stande von 19:20, die zum 20:20-Ausgleich führte. Ein Aufschlagfehler brachte den SSC erneut ins Hintertreffen. Schließlich gewann Aachen den ersten Satz mit 27:25.

War Mittelblockerin Lauren Barfield im ersten Satz zu wenig im Spiel, so setzte sie im zweiten Durchgang deutliche Akzente. Die ersten drei Punkte gingen auf ihr Konto. Angreiferin Adams schien auch jetzt noch nicht ganz bei der Sache zu sein, produzierte weitere Fehler und blieb im Angriff nicht konstant. Felix Koslowski gönnte ihr zum Satzende eine kurze Pause. Sie hatte den SSC gerade 21:20 in Führung gebracht. Die hielt nicht lange, weil Britt Bongaerts erneut beim Aufschlag patzte. In dieser Disziplin machte sie die meisten Fehler. Dieses Mal lag Aachen mit 25:21 vorn. Der Spielstand: 0:2. Schwerin musste zulegen.

Darum bemühte sich das Team von Felix Koslowski redlich im dritten Satz. Adams sorgte für die 1:0-Führung. Es ging weiter bis zum 3:0. Erst der Aufschlagfehler von Bongaerts stoppte den SSC. Besser und erfolgreicher im Spiel agierte Mckenzie Adams. Nachdem sie das 12:10 erzielt hatte, ging es Punkt für Punkt voran. Eine Auszeit nahm Aachens Trainerin Saskia van Hintum erst beim Stande von 19:13. Kurze Zeit später wechselte Felix Koslowski im Angriff Nele Barber für Greta Szakmary ein, die ziemlich glücklos blieb in diesem Spiel. Als neue  Angreiferin durfte Nele auch im vierten Satz ihr Können zeigen.

Je länger das Spiel dauerte, desto konsequenter  märzte der SSC Fehler und Schwachstellen aus. Der Angriff stabilisierte sich. Die Annahme leistete dabei gute Dienste. Dennoch mussten die Mädels auf der Hut sein vor allem vor den Angreiferinnen Vanessa Agbortabi und Maja Storck. Zunächst entwickelte sich ein Schlagabtausch wie im ersten Satz. Keinem gelang ein nennenswerter Vorsprung. Erst nach dem 15:13 durch Adams verschaffte sich der SSC mehr Luft. Der Satzgewinn war deutlich: 3:2.

Das bedeutete Tiebreak. Der wurde zum Krimi. Der SSC ließ auch auf Grund von Fehlern Aachen auf 5:8 davon eilen. Leichtfertig vergab Adams einen Ball, so dass es 6:10 stand. Dank sicherer Aufschläge von Beta Dumancic schaffte der SSC den Ausgleich zum 10:10 und hatte es in der Hand, das Spiel zu gewinnen.  Lauren Barfield  erzielte das 14:12. Die Ladies glichen wieder aus, leisteten sich zum Schluss sogar zwei Aufschlagfehler. Die schwersten Fehler passierten aber dem SSC nach dem 17:17. Aachen ging als Sieger vom Feld. Der Saisonauftakt ist dem Vizemeister SSC missglückt.

Als beste Spielerinnen wurden geehrt: Maja Storck (Gold), Ladies in Black Aachen und Lauren Barfield (Silber), SSC Palmberg Schwerin.


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