1575 Zuschauer waren am Sonnabend in die Schweriner Arena gekommen, um ihre Mannschaft kräftig anzufeuern. Doch die Mädels um ihren Chefcoach Felix Koslowski brauchten eine Weile, um in Schwung zu kommen. Diese eher unsichere Anlaufphase nutzten die Gäste aus Berlin aus. Sie begannen mit dem Punktesammeln und ließen Schwerin erst gar nicht davoneilen. Zur ersten technischen Auszeit stand es 8:7 für den Schweriner SC. Der VCO schlug sogleich zurück und glich zum 8:8 aus. Aus dem Publikum war zu hören: „Das gibt`s doch gar nicht.“ Doch das gibt es, wenn ein junges spielfreudiges Team seine Chance sucht. Der eine Satzgewinn im ersten Spiel gegen Hamburg sollte für den VCO keine Eintagsfliege sein. Sie kämpften mit hohem Risiko, mussten dann in der zweiten Hälfte des ersten Satzes aber Schwerin die Initiative überlassen. 16:10 war der Stand zur zweiten technischen Auszeit für die Gastgeber und 25:14 das Satzergebnis.

 

Davon aber ließen sich die 16- bis 18jährigen Spielerinnen des VCO nicht allzu sehr beeindrucken. Sie gingen im zweiten Satz mit 2:0 in Führung und bauten die sogar bis zum 6:0 aus. Nun musste Felix Koslowski reagieren. Er nahm eine Auszeit, um sein Team wieder einzuschwören auf den angepeilten Sieg. Die Zuschauer staunten nicht schlecht über die Leistung der Gäste und trieben ihr Team zur Aufholjagd an. Durch eigene gute Blockarbeit und Annahmefehler bei den Gästen schaffte der SSC den Ausgleich zum 7:7. Danach brachte Denise Imoudu eine Aufschlagserie durch, die Schwerin den Vorsprung von 16:10 sicherte. Nach 24 Minuten endete der Satz 25:13 für Schwerin.

 

Was dann aber geschah, hätten die wenigsten SSC-Fans erwartet. Denise Imoudu vergab ihren Aufschlag und ein Annahmefehler auf Schweriner Seite brachte den VCO 2:0 in Front. Die Mädels aus Berlin parierten zum Erstaunen der Zuschauer viele harte Aufschläge und machten in diesem dritten Satz wenig Fehler. Zur zweiten technischen Auszeit lagen die Gäste erneut mit zwei Zählern vorn. Nun stolperte Schwerin über seine eigenen Fehler, so dass die Gäste bis zum 20:24 davonzogen Lousi Ziegler scheiterte am Block des VCO. Die Juniorinnen machten den Satzgewinn zu ihrem Triumph. Schwerin hatte die Gefahr offensichtlich zu spät erkannt. Spielanteile bekamen außer Janine Völker in diesem Match alle Spielerinnen des SSC. Erst im vierten Satz spielte das SSC-Team seine Stärken voll aus. Der VCO bemühte sich bis zum letzten Ball standzuhalten und glänzte mit mehreren Abwehraktionen. Aber Schwerin brachte den Satz unter Kontrolle und sicher mit 25:11 nach Hause.

 

Als beste Spielerinnen wurden ausgezeichnet: Saskia Hippe (SSC) und Marie Schölzel (VCO)