Der Schweriner SC hält die Spannung in der Playoff-Endphase hoch. Die knappe Niederlage vom Mittwoch gegen Allianz MTV Stuttgart (3:2) im ersten Playoff-Spiel ist kein Indiz dafür, dass die Mannschaft von Felix Koslowski den Traum von der Meisterschaft schon aufgegeben hat. Im Gegenteil. In Stuttgart kämpfte das Allianz-Team von Guillermo Hernandez vor einer tobenden Kulisse von 2100 Fans. Ein solcher Rückhalt fehlte den Mädels aus Schwerin. Umso erstaunlicher war selbst für den Gegner, wie sich Schwerin gleich im ersten Satz ins Zeug legte. „Schwerin spielte durchgängig nahe an der Perfektion“, hieß es im Spielbericht auf der Homepage von Allianz Stuttgart über den ersten Satz. Die Spielweise von Lousi und Co ließ die Stuttgarter SCHARRena in dieser Phase sogar verstummen. Vor allem Lonneke Sloetjes und Lousi Ziegler flößten den Stuttgarterinnen Respekt ein. Doch Kapitän Kirr Renkema und ihr Team entwickelten im Spielverlauf schnell das „Gegengift“, um Schwerin in die Knie zu zwingen. Der SSC konnte die Leistung des ersten Satzes nicht durchgängig halten. Und wo sich Lücken auftaten, stieß Stuttgart mit voller Wucht hinein. Fehler im Zuspiel häuften  sich im zweiten Satz.

 

Nun bleibt nicht viel Zeit, das ganze Spiel haargenau zu analysieren. Denn am Ostersonnabend, 19:00 Uhr, ist in der Schweriner Arena Anpfiff zum zweiten Halbfinalspiel der beiden Teams. Diesmal hoffentlich vor einer tobenden Schweriner Kulisse. Die Dinge liegen klar auf der Hand. Verliert Schwerin auch dieses Spiel, ist die Saison für den SSC beendet. In Stuttgart erreichte die Siegesstimmung weiteren Auftrieb. Noch nie in der Vereinsgeschichte konnte ein Damen-Volleyballteam in ein Halbfinale um die deutsche Meisterschaft einziehen. Jetzt ist man schon mit einem Bein im Finale. Nur Schwerin kann die Stuttgarterinnen noch aus ihren Träumen reißen.

Fotos: Erhard Heiden