Die Mannschaft aus Olomouc war für den SSC ein unbekannter Spielpartner. Deshalb galt es auf der Hut zu sein. So gingen die Gäste im ersten Satz auch gleich in Führung. Nach dem 2:2-Ausgleich legte Denise Hanke wie in alten Zeiten eine wuchtige Aufschlagserie hin, die von Olomouc schwer zu stoppen war. Der SSC ging 7:2 in Führung, verlor aber wieder an Boden (10:8). Dann wechselte Felix Koslowski eines seiner vier Küken ein: Marie Holstein, 18 Jahre alt. Sie brachte ihren ersten Aufschlag zum 12:8 durch und punktete auch im Angriff mehrmals, zuletzt beim 20:14 für Schwerin. Olomouc Trainer Jiri Teply rief zur Auszeit. Doch die Felle seiner Mannschaft waren davon geschwommen. Ariel Turner verwandelte zum 25:17-Satzgewinn für den SSC.

Einschüchtern ließen sich die Mädels vom Universitätsklub Olomouc nicht. Sie ließen den SSC über weite Strecken des zweiten Satzes nicht entkommen und gingen mit 12:11 selbst in Führung. Unaufmerksamkeiten bei der Ballannahme des SSC hatte Olomouc auf Tuchfühlung gehalten. Ab der zweiten technischen Auszeit war es dann vor allem ein Spiel der Schwerinerinnen. Marie Holstein durfte drin bleiben. Als ihr ein Annahmefehler beim 19:16 unterlief, kam Stefanie Golla ins Spiel. Der SSC brachte den Satz mit 25:19 nach Hause.

Marie Blieb auch im dritten Satz auf dem Feld. Sie musste Aufgaben von Lousi Ziegler mit übernehmen, die in diesem Spiel von Felix Koslowski nicht eingesetzt werden konnte. Marie bestand ihre Feuertaufe. Nachdem Jennifer Geerties zum 20:20 ausgeglichen hatte, war Marie mit dem Aufschlag an der Reihe. Der führte zum 21:20. Und sie macht den nächsten entscheidenden Angriffspunkt  zum 22:20. Jennifer Geerties und Ariel Turner machten schließlich den Sack zu zum 25:22 Satzgewinn. 3:0 gewann der SSC seine Europapokal-Premiere dieser Saison.

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