Die Lust am Spiel war den Rubies aus Hamburg mehrfach abhanden gekommen. Nach dem verkorksten Saisonbeginn (drei Niederlagen in Folge) trug die Rückzugsankündigung des Hauptsponsors Aurubis nicht zur Stimmungsaufhellung im Hamburger Volleyballlager bei. Für Trainer Dirk Sauermann war es eine Mammutaufgabe, zehn neue Spielerinnen in die Mannschaft zu integrieren und eine homogene Mannschaft zu formen.  Darunter befinden sich Denise Imoudu und Jana-Franziska Poll, die bis dahin beim Schweriner SC unter Vertrag standen. Die Libero-Position  übernahm bei Hamburg die 19-jährige Claire Bertram vom VCO Berlin. Ihr Heimatverein war einst der Schweriner SC. In der 24tägigen Weihnachtspause verblieben Sauermann und der Mannschaft viel Zeit, Kraft  und Überzeugung zu tanken für die Rückrunde. Auch galt es, einige Verletzungen auszukurieren. Das erste Spiel im neuen Jahr gegen die VolleyStars aus Thüringen zeigte, dass ein fester Wille und spielerische Bestform zum Erfolg führen können. Für Hamburg war das 3:0 gegen Thüringen ein wichtiger Baustein, um den Anschluss an die Pre-Playoffplätze herzustellen. Gewonnenes Selbstvertrauen kommt hinzu. „Wir müssen Spiele gewinnen, um dem Verein zu helfen“, meinte Karine Muijlwijk nach dem Spiel. Sie dachte dabei an die Überlebenschancen des Bundesliga-Volleyballs in der Hansestadt. Im Spiel gegen Thüringen ragten Mannschaftsführerin Karine Muijlwijk (15 Punkte) und die nach einer Fingerverletzung genesene Angreiferin Saskia Radzuweit heraus. Auf sie müssen sich die Schweriner Schmetterlinge besonders einstellen. Das Hinspiel in Hamburg hatte der SSC 3:0 gewonnen.

Fotos: MidiGrafie