Wiesbaden präsentierte seine Angriffsstärke gleich im ersten Satz. Zur ersten technischen Auszeit lag das Gästeteam mit 8:5 vorn. Wäre Janine Völker nicht gewesen mit ihrer brillanten Abwehrarbeit, läge der SSC noch weiter zurück. Nach der Pause kämpfte sich der SSC dann richtig ins Spiel. Beim Stande von 9:14 machten die Mädels von Felix Koslowski fünf Punkte am Stück, so dass sie bis auf zwei Zähler wieder dran waren. Wiesbaden nahm eine Auszeit und verstärkte danach seine Schlagkraft. Die Gäste gewannen wieder Abstand zum SSC (14:19), auch weil auf der Gastgeberseite mehrere Fehler zugelassen wurden. Noch einmal setzte der SSC zur Aufholjagd an. Die Bemühungen von Lousi und Co endeten im Ausgleich:23:23. Lousi erzielte mit ihrem Aufschlag die Führung zum 24:23. Doch glücklich waren am Satzende die Gäste. Sie holten sich den Satz mit 26:24.

 

Im zweiten Satz lief das Spiel völlig anders. Abwehrstark und angriffslustig hielten die Schweriner Mädels die Gäste auf Distanz. Bis zur ersten TA lagen sie bereits mit 8:4 vorn. Mehrere Angriffe von Wiesbaden scheiterten am Schweriner Block. Das Zuspiel funktionierte fast reibungslos, so dass weiterer Boden gut gemacht werden konnte. 16:7 hieß der Stand zur zweiten TA für den SSC. Die Fehlerquote beim VCW nahm zu. Schwerin ließ nicht locker und spielte  sich fast in einen Rausch. Mit 25:12 ging dieser Satz an den SSC.

 

Im dritten Durchgang verschärfte Schwerin sogar noch das Tempo. Die Gäste gerieten regelrecht unter die Räder. Leichtes Kopfschütteln beim VCW-Trainer Dirk Groß, als seine Mädels einen einfachen Ball leichtfertig vergaben und Schwerin damit auf 14:5 davonziehen konnte. Von der Angriffsstärke des Gegners war nichts mehr zu spüren. Der SSC gewann auch diesen Satz (25:13). Der Spielstand: 2:1 für Schwerin.

 

Ein Satz fehlte dem SSC noch zum Sieg. Doch die Konzentration schien zu Beginn des vierten Satzes nachzulassen. 6:2 lag Schwerin bereits vorn, da rüttelte Dirk Groß seine Mannschaft in der Auszeit noch einmal wach. Mit Erfolg, wie jeder der 1950 Zuschauer sehen konnte. Wiesbaden glich aus zum 8:8 und schmetterte sich selbst in Führung (8:9). Tabitha Love eroberte in schwierigen Situationen Punkte für den SSC zurück. Ihre Diagonalangriffe konnten die Gäste nicht parieren. Als Tabitha das 21:18 erzielte, war die Vorentscheidung in diesem Satz gefallen. Wiesbaden konnte zwar  noch drei Satzbälle abwehren. Doch Lousi Ziegler schlug schließlich unhaltbar zum 25:21 ein. Weitere drei Tabellenpunkte sammelte der SSC mit diesem 3:1-Sieg.

 

Als beste Spielerinnen wurden ausgezeichnet: Tabitha Love (Schweriner SC) und Esther Van Berkel (VC Wiesbaden)

 

Fotos: EH Foto, MidiGrafie