In diesem Spiel ging es beim Schweriner SC gleich im ersten Satz zur Sache. In der Aufstellung Souza Ziegler, Turner, Love, Brandt/Blom , Schölzel und Hanke nahm das Team von Felix Koslowski die Gäste aus Hamburg unter Dauerbeschuss. Lousi Souza Ziegler eröffnete das Spiel mit dem Aufschlag. Schwerin übernahm die Führung zum 1:0. Nach dem Ausgleich zum 1:1 verlor Aurubis den Anschluss. Marie Schölzel brachte fünf ihrer Aufschläge durch. Der SSC erhöhte auf 6:1. Den Angriffen von Tabitha Love und Ariel Turner hatte Hamburgs Abwehr nichts entgegenzusetzen. Zur zweiten Technischen Auszeit lag Schwerin 16:7 vorn. Voller Einsatz, Aufmerksamkeit und Spielfreude bestimmten das weitere Spiel des Rekordmeisters. Am Satzende hieß es 25:12 für den SSC.

Von den Spielständen aber auch vom Spielverlauf her glich der zweite Satz dem ersten. Der erste Punkt blieb erneut beim SSC. Hamburg geriet schnell in einen 4:1-Rückstand. Über die Stationen 13:5, 17:7 und 23:9 führte der Weg zum 25:14-Satzgewinn. Spielanteile erhielten in diesem Satz auch Jennifer Geerties und Marie Holstein.

Felix Koslowski griff im dritten Satz auf die Anfangsformation zurück. Doch diese konnte nicht verhindern, dass Hamburg mit 9:8 die Führung übernahm und diese bis zum 16:12 ausbaute. Offensichtlich hatte sich das Team von Dirk Sauerland auf die Taktik des Schweriner Gegners eingestellt. Darüber hinaus ließ der SSC unverständlich viele Fehler zu. Erinnerungen der Fans an den ersten Satz gegen den VCO Berlin vor zwei Tagen wurden wach, als es plötzlich  18:12 für Hamburg stand. Beim Stande von 16:21 drohte  sogar der Satzverlust. Schwerin verkürzte noch auf 20:22. Der Block der Gäste führte zum 20:24. Schließlich feierte Hamburg den Satzgewinn (21:25).

Da staunten die 1950 Fans in der Palmberg Arena nicht schlecht, als Hamburg mit 2:0 die Führung im vierten Satz übernahm. Felix Koslowski sah sich zu einer Auszeit gezwungen. Hamburg ließ nicht locker. Mit  6:8 ging es in die erste Auszeit. Dank eines Blocks kam Schwerin auf 4:5 heran. Doch mit dem Ausgleich wurde es nichts. Das Schweriner Spiel wirkte zerfahren, das der Gäste mutig und druckvoll. Mit 10:16 ging man in die zweite Auszeit. Hamburg setzte noch eins drauf vor allem mit den kraftvollen Aufschlägen der Nr. 5 (Karine Muijlwijk) und den harten Angriffsschlägen von Jana-Franziska Poll, in der letzten Saison noch beim SSC unter Vertrag. So kam es, wie es kommen musste. Hamburg holte sich mit großem Kampfgeist den vierten Satz mit 25:12.

Zu Beginn des Tiebreak roch es noch nach einem Sieg des SSC, denn er lag mit 8:3 vorn. Doch das erstaunte Publikum erlebte ein Desaster seiner Mannschaft. Zunächst zeichnete sich der Schweriner Block aus, spielerisch aber lagen die Chancen bei den Gästen. Sie glichen zum 12:12 aus und gewannen am Ende mit 15:13 den Satz und mit 3:2 das Spiel. Schwerin hatte vergeblich drei Punkte eingeplant. Es war die zweite Niederlage in dieser Saison und die wurde Lousi und Co ausgerechnet zu Hause beigebracht.

Wertvollste Spielerinnen wurden: Jana-Franziska Poll, Aurubis Hamburg (Gold) und Anja Brandt (Silber)

 

Fotos: EH Foto, MidiGrafie