Nach 2:0-Satzführung glaubt man, der SSC würde die Gastgeber überrollen. Doch so einfach war das nicht. "Im dritten und vierten Satz haben wir zu viele Fehler gemacht. Das hat nichts mit mangelnder Leistung, sondern eher mit Umkonzentriertheit zu tun", ist sich SSC-Coach sicher. Das seine Mannschaft im Moment nicht ein Spiel konstant durchziehen kann, liegt auf der Hand. Zum Beispiel traten am Dienstagabend Tina Gollan, die vier Wochen lang nicht trainert hatte, und Linda Dörendahl nach einem grippalen Infekt gehandicapt an. Patricia Thormann fehlt ganz. So mussten auch teilweise wieder die jungen Parchimerinnen wie Janine Völker oder Sabine Zerbe ran. Sie haben alle ihre Sache gut gemacht. "Ich bin sehr stolz. Es ist auch ein Ergebnis unserer Arbeit. Ich habe noch nie so eine Vorbereitung in Schwerin erlebt wie in diesem Sommer. Alle haben Verantwortung übernommen und sind voll konzentriert dabei", erklärt Aleksandersen.

Und genau das taten seine Spielerinnen auch im fünften Satz gegen Vilsbiburg, wie schon gegen Wiesbaden und in Dresden, wo die SSC-Damen auch die Entscheidung im Tiebreak herbeigeführt hatten. "Es sieht im Monent ganz gut aus. Aber es ist viel zu früh, wir haben noch nicht einmal ein Drittel der Saison hinter uns", so der Norweger, der den Ball flach vor allzu hohen Erwartungen hält. "Wir müssen weiter hart arbeiten. Von alleine hast du keinen Erfolg."