Suhl erwies sich als gleichwertiger Gegner und machte dem SSC das Leben schwer

Schwerin (WG): Keiner der ca. 600 Zuschauer rechnete mit einem derart spannenden Spielverlauf, wie ihn beide Mannschaften präsentierten. Der SSC hatte mehr Mühe mit den Gästen aus Thüringen, als ihm lieb war und kam noch einmal mit einem blauen Auge davon. Um die Tabellenspitze zu verteidigen, muss am 27.11. in Vilsbiburg gegen die Roten Raben eine konzentriertere Leistung abgerufen werden. Linda Dörendahl als Außenangreiferin hatte noch mehr Schatten als Licht; da hätte Janine Völker eine längere Einsatzzeit verdient.

1. Satz:
In diesem Satz kam der SSC nie in ernsthafte Schwierigkeiten. Über 10:4, 15:8, 20:14 hatte man beim 24:18 Satzball. Aber erst den dritten konnte die aktivste Schweriner Spielerin Anzhela Kryvarot zum 25:20 verwandeln.

2. Satz:
Hier lief Schwerin ständig einem Rückstand hinterher. Beim 10:19 gab kaum noch jemand etwas auf die Aleksandersenschützlinge. Doch dieser Satz sollte es noch in sich haben. Schwerin gab sich nie auf und kämpfte sich Punkt um Punkt heran. Beim 24:24 hatte man erstmals Gleichstand erreicht. Nun wechselte die Führung ständig. Erst Patricia Thormann konnte mit ihrem Schmetterball zum 30:28 die 2:0-Satzführung herstellen.

3. Satz:
Spannend verlief auch dieser Satz. Bis zum 12:12 lag der SSC immer knapp in Führung. Doch es häuften sich auch die eigenen Fehler (Dörendahl), so dass Suhl auf 20:24 davonzog. Doch der SSC kam noch einmal auf 24:24 heran. Aber diesmal wurde die Aufholjagd nicht belohnt. Die kurz zuvor eingewechselte Janine Völker schlug den Satzball zum 24:26 ins Aus.

4. Satz:
Auch hier war Spannung pur angesagt. Der SSC gab im gesamten Satz die knappe Führung (10:9, 15:14, 20:19) nicht ab. Erst beim 23:23 hatte Suhl Gleichstand erkämpft. Cathrin Schlüter erzielte das 24:23 und Tatjana Boskovic setzte den Suhler Angriff ins Aus, so dass der 3:1-Endstand feststand.

Schwerin spielte mit: Krivarot, Weiß, Schlüter, Thormann, Kauffeld, Dörendahl ,Kato; Hanke, Völker

1. Satz: 1:0, 25:20, 23 min.; 2. Satz: 2:0, 30:28, 30 min; 3. Satz: 2:1, 24:26, 27 min; 4. Satz: 3:1, 25:23, 16 min

Trainerstimmen:
Johan-Henk Abbing, VfB 91 Suhl:
Glückwunsch an Schwerin. Knackpunkt war der 2. Satz, den wir hätten gewinnen müssen. Insgesamt bin ich mit dem Spiel meiner Mannschaft zufrieden, wir haben Schwerin voll gefordert.

Tore Aleksandersen, SSC:
Wir haben zwar etwas glücklich gewonnen, aber ich bin mit den zwei Punkten sehr zufrieden. Suhl hat sehr gut mitgespielt. Gegen Vilsbiburg müssen wir uns aber noch deutlich steigern.