Ziel für die junge Schweriner Truppe um Kapitän Stuhr war es an die ansteigende Form der letzten Wochen anzuknüpfen und dann zu schauen ob man den vermeintlichen Favoriten nicht auch besiegen kann. Gleich zu Beginn des Spiels setzten die Schweriner den Gegner mit guten Aufschlägen unter Druck, so daß man sich schnell eine komfortable Führung erarbeitet hatte, die erst zum Ende des Satzes ein wenig kleiner wurde als die Giants ihrerseits langsam in das Spiel fanden. Im zweiten Satz zeigte sich dann die Klasse der Gladbeckerinnen, die ein ums andere Mal mit ihren Schnellangreifern sehenswerte Angriffe im Feld der Schweriner platzierten. Zu diesem Zeitpunkt schlichen sich kleine Ungenauigkeiten beim SSC ein und man schaffte es nicht sofort sich auf das verbesserte Spiel des Gegners einzustellen. Somit ging der zweite Satz verdient an die Gäste. Im dritten Satz spielten sich die Youngster dann immer mehr in einen kleinen Rausch. Block und Feldabwehr stabilisierten sich zunehmend und wurden mit erfolgreichen Angriffen zum Punkterfolg vollendet. Auch der Aufschlag wurde wieder mit dem nötigen Druck im gegnerischen Feld platziert. Somit ging der dritte Durchgang an die Renneberg Schützlinge. Im vierten Durchgang setzte sich die Dominanz des SSC fort und man erarbeitete sich einen komfortablen Vorsprung. Ab Mitte des Satzes ließ aber die Spannung und Aggressivität nach und so brachte man Gladbeck wieder zurück in das Spiel. Erst mit der Einwechslung von Lisa Stein für Anne Stuhr kehrte Ordnung und der nötige Angriffsdruck zurück in das Spiel des SSC. Eine dramatische Schlussphase bahnte sich an und es wurde auf beiden Seiten um jeden Punkt bis zum Letzten gekämpft. Das bessere Ende hatten die Gäste im vierten Durchgang aber für sich und so musste der Tiebreak über Sieg und Niederlage entscheiden. Dieser startete für den SSC so schlecht wie ein Tiebreak nur starten kann. Über 0:4 und 1:8 ging es zum Seitenwechsel. Bei den Youngster war die ein oder andere Unsicherheit zu spüren und zu sehen. Dennoch fasten sie sich ein Herz und nahmen den Kampf an. Gute Blockarbeit,druckvolle Aufschläge und die ein oder andere spektakuläre Rettungsaktion in der Feldabwehr belebten das Spiel der Youngster wieder und ein mancher Zuschauer mag es nicht geglaubt haben, doch plötzlich war das Spiel völlig gekippt  und der SSC stand mit einer14:10 Führung Vor dem Matchgewinn. Nun dachte jeder das der Sieg durch ist,aber wie so oft kam es anders als man denkt. Ein Aufschlagfehler und danach Probleme den Angriff zu verwandeln brachten den 14:14 Ausgleich. Nun standen die Zuschauer Kopf und die Stimmung war auf dem Siedepunkt. Beide Seiten schenkten sich nichts und der unbedingte Siegeswille des SSC an diesem Tag war für jeden spürbar. Die bis dahin noch nicht so auffällig eingesetzten Schnellangreifer bekamen in der entscheidenden Phase das Vertrauen von Zuspielerin Michaela Wessely geschenkt und vollendet mit zwei Krachern zum 18:16 Spielgewinn. Der Rest waren nur noch Emotionen und Freude über den so lang ersehnten Sieg.
Nun heißt es den Schwung mitzunehmen und die nächsten Spiele ebenso erfolgreich zu gestalten.