SCHWERIN – Drei Spiele, drei Siege – die Volleyballerinnen des Schweriner SC sind gut in die neue Bundesliga-Saison gestartet. Waren die beiden Heim-Erfolge gegen Leverkusen (3:1) und VCO Berlin (3:0) sicher eingeplant, kann man das vom umkämpften 3:2 (-15, 20, 20, -18, 16)-Sieg am späten Montagabend beim deutschen Meister Dresdner SC nicht gerade behaupten.

Es war eine Partie, die einer Achterbahnfahrt glich. "Im ersten Satz haben wir schlecht gesielt. Brauchten diesen aber, um unseren Rhythmus zu finden", sagte SSC-Trainer Tore Aleksandersen. Danach lief es besser für den Vizemeister. Besonderen Anteil daran hatten Libero Linda Dörendahl und Patricia Thormann auf Diagonal, die sich in der Annahme immer mehr steigerten. Gerade die angestammte Mittelblockerin Patricia Thormann, die auf Grund der Personalmisere auf Diagonal spielen muss, zeigt hier eine tolle Form. Laut Statistik brachte sie 40 Annahmen nach vorn, Linda Dörendahl 23 und Außenangreiferin Angela Kryvarot 15. Der Schweriner Coach hatte schon im Vorfeld gesagt, dass Aufschlag/Annahme diese Begegnung entscheiden werden. Und so kam dann auch. Im zweiten und dritten Durchgang hatte man die Gastgeber unter Kontrolle. Im vierten allerdings wieder ein anderes Bild. "Da waren wir übermütig", befand der Norweger. Aber im packenden Tiebreak reichte es dann doch noch. "Für die Mädels war es wichtig zu zeigen, dass sie solche Spiele gewinnen können. Das gibt Selbstvertrauen", weiß der Trainer. Aber er hält den Ball flach. "Auch vergangenes Jahr haben wir in der Vorrunde in Dresden gewonnen und sie wurden Meister."

Gestern stand für die SSC-Damen nur ein Saunabesuch auf dem Programm. Ab heute gilt die volle Konzentration auf das Spiel am Freitagabend um 18 Uhr zu Hause gegen den Aufsteiger aus Sonthofen.