Der sensationelle 3:1-Sieg des SSC im Hinspiel am 4. März in Novara legte dafür den Grundstein. Eine der Besten im Schweriner Feld war erneut Diagonalangreiferin Lonneke Sloetjes mit erspielten 20 Punkten. Sie hatte vor dem Spiel gesagt: „Es wäre schön für uns, solch ein Match zu gewinnen.“ Damit meinte sie natürlich das Spiel gegen eine Weltklassemannschaft. Der Traum hat sich für sie erfüllt. Optimistisch steuert sie nun mit ihrer Mannschaft dem Rückspiel entgegen und bereitet sich durch intensives Training auch an diesem Wochenende auf das sportliche Großereignis am Dienstag vor. „Ich glaube, dass wir in Novara noch nicht alles gezeigt haben, was wir können. Dennoch wird es schwierig, denn Novara wird die Niederlage nicht auf sich sitzen lassen. Ich hatte ursprünglich gedacht, dass der italienische Tabellenführer besser gegen uns spielen würde. Ich fand es am Ende super, dass sie gegen unsere Angriffe nicht viel ausrichten konnten.“

Ihre Ansicht teilt der Novara-Chefcoach und künftige Volleyball-Bundestrainer Deutschlands, Luciano Pedulla: „Motivation und Aufmerksamkeit meiner Mannschaft waren in diesem Spiel gleich Null.“ „Am Dienstag müssen wir mit einer anderen Mannschaft rechnen“, ist sich Lonneke Sloetjes sicher. Auch dabei gibt ihr Pedulla recht: „Wir müssen am Dienstag mit einem anderen Geist und Entschlossenheit spielen.“ Darauf stellt Chefcoach Felix Koslowski seine Mannschaft ein. „Wir wissen, dass das Rückspiel hart sein wird, doch versuchen sollten wir alles, wenigstens zwei Sätze zu gewinnen.“ Das würde ausreichen, um ins Halbfinale zu kommen.

Gewinnt Novara 3:0 oder 3:1, würde die Partie über den Golden Set entschieden. Alles ist offen und vieles lässt hoffen, dass der SSC ein Meisterstück absolviert. Die Fans sind bereit, der Mannschaft zu folgen und ihr die größtmögliche Unterstützung zu gewähren. Erwartet wird die gelbe Wand in der Arena wie zu Zeiten eines Pokalendspiels in Halle/Westfalen. Wer kein gelbes T-Shirt besitzt,  kann es in der Arena erwerben.

Fotos: SSC/Albrecht/Heiden