Mit großem Eifer gingen die Mädels um Felix Koslowski in dieses Spiel. Sie wurden unterstützt von 2100 Zuschauern. Den ersten Punkt für Schwerin holte Mittelblockerin Anja Brandt. Aber sie vergab wenig später ihren ersten Aufschlag. Die nächsten Punkte sicherte Denise Hanke für den SSC. Jennifer Geerties und Veronika Hroncekova bauten die Führung zum 8:2 (erste TA) aus. Stuttgart holte auf und kam bis auf zwei Zähler heran (13:11). In dieser Phase geriet im Schweriner Spiel einiges durcheinander. Abstimmungsfehler häuften sich. Durch Denise Hanke kehrte wieder Beruhigung ein. Sicher stellte sie ihre Bälle, so dass der Angriff punkten konnte. Beim 22:17 nahm Stuttgarts Trainer Hernandez seine erst Auszeit. Lousi Ziegler schlug schließlich ein zum Satzgewinn: 25:18.

Die Stärke der Stuttgarter Mannschaft bekam der SSC im zweiten Satz zu spüren. Schwerins Eifer dagegen schien nachzulassen. Stuttgart ging 1:0 in Führung und setzte sich schnell bis auf vier Zähler ab. Stuttgart hatte seine Angriffsbemühungen verstärkt. Bereits zur zweiten TA lautete der Spielstand 8:16. Obwohl der SSC zum Schluss noch vier Satzbälle der Gäste abwehren konnte, musste man das 16:25 und damit den 1:1-Spielstand hinnehmen.

Im dritten Satz ließ Denise Hanke mehrmals ihren Emotionen freien Lauf. Hatte sie nach langen Ballwechseln die Faxen dicke, schlug sie selber ein, so beim 2:1, beim 9:9-Ausgleich, und später beim 17:17-Ausgleich und beim 18:17-Führungstreffer. Auch in der Blockabwehr sammelte sie Punkte. Zu Recht wurde sie zur besten Spielerin ihrer Mannschaft gewählt. Im Angriff überzeugten Ariel Turner und Jennifer Geerties. Libero Janine Völker glänzte in der Ballannahme während des gesamten Spiels. Mit mannschaftlicher Geschlossenheit ging en die SSC-Mädels in den vierten Satz. Sie kehrten zur Stärke des ersten Satzes zurück. Doch die Gäste gaben nicht nach und brachten Schwerin mehrfach in Verlegenheit. Vor allem die Außenangreiferin Renata Sandor erkannte die Lücken auf dem Schweriner Feld und erzielte die meisten Treffer. Sie wurde als beste Spielerin der Gästemannschaft gewählt. Nach dem 19:12 verlor Stuttgart so langsam seine Nerven. Jennifer Geerties erspielte das 22:13 für den SSC und ebenfalls den Siegtreffer zum 25:18.

Bericht: Wolfgang Schmidt für den Schweriner SC