Felix Koslowski hatte nicht seinen Stammsechser aufs Feld geschickt, wohl in der Annahme, ein leichtes Spiel zu haben gegen den bisher sieglosen Gegner. Fassungslos verfolgten die 1300 Fans dann, wie ihr Schweriner Team von den Jüngsten der Liga im ersten Satz untergebuttert wurde. Stark in der Annahme und in der Abwehr zerpflückten die Gäste das Schweriner Spiel. Annahmefehler, Unstimmigkeiten und Aufschlagfehler beim SSC summierten sich. Angriffe blieben im Block des VCO stecken. Auf 4:11 hatte sich der Vorsprung zu Gunsten des VCO vergrößert. Etwas Boden konnte der SSC wettmachen bis zum 8:11. Dann zog der VCO wieder an. Ein Aufgabefehler des SSC führte zum 13:21. Von nun an  hatte der SSC nichts mehr zu bestellen. Der VCO erkämpfte sich gegen die Profis des SSC den ersten Satz und ging glücklich in die Pause.

So glücklich war man auf Schweriner Seite nicht. Felix Koslowski griff auf den Stammsechser zurück. Vor allem der Einsatz von Tabitha Love verstärkte das Schweriner Angriffsspiel. Die Position des Libero besetzte weiterhin Stefanie Golla an Stelle von Janine Völker. Nun zeigte der SSC seine Stärken in Annahme, im Angriff und im Block. Der VCO blieb auf der Strecke. Nach dem 11:2 für Schwerin nahm VCO-Trainer Jan Lindenmair eine Auszeit. Doch Schwerin hielt den Druck hoch und sammelte weitere Punkte. Ein bisschen Übermut schlich sich bei den Gästen ein und führte zu Fehlern. Den Angriffen des SSC konnte die Gästemannschaft nicht mehr standhalten. Den Satz entschied der SSC mit 25:6 für sich.

Ähnlich verlief die Partie im dritten Satz. Allerdings erreichten die Gäste diesmal ein zweistelliges Satzergebnis: 25:13. Im vierten Satz kam noch einmal Stimmung auf, weil die Gäste einen Zahn zulegten. Vor allem durch die druckvollen Angriffe von Aisha Skinner mit der Nummer 9 konnte der Abstand zu Schwerin in Grenzen gehalten werden. Im Block hatten die Gäste eindeutig Nachteile gegenüber Anja Brandt und Ariel Turner vom SSC. So behauptete Schwerin von Beginn an die Führung, musste aber nach der zweiten Technischen Auszeit Punktegewinne der Gäste hinnehmen. Das 20:16 entstand durch einen Annahmefehler des SSC. Er war nicht der einzige in diesem Spiel. Der VCO kam bis auf 18 Punkte heran, musste sich dann mit dem 25:18 geschlagen geben.

Als beste Spielerinnen wurden ausgezeichnet: Anja Brandt, SSC(Gold), und Sophie Dreblow , VCO Berlin(Silber)

Fotos: MidiGrafie