Der Schweriner SC startete mit Lousi Ziegler, Jennifer Geerties, Ariel Turner, Denise Hanke, Janine Völker und Marie Schölzel/Anja Brandt. Die Gäste aus der Ukraine starteten mit dem ersten Punktgewinn. Den Angriff von Khimik konnte Jennifer nicht parieren. Auch Punkt 2 und Punkt 3 gingen an die Gäste, weil der gegnerische Block im Wege stand und Ariel Turner ins Aus schlug. Der Aufschlag von Marie Schölzel führte dann endlich zum ersten Punkt für den SSC. Erneut scheiterte der SSC am Block der Gäste, so dass es 1:5 stand. Mit Anja Brandt, Lousi Ziegler und einer hervorragenden Abwehrarbeit durch Janine Völker holte der SSC auf. Der Aufschlag von Anja Brandt brachte dem SSC erstmals die Führung in diesem Satz (8:7). Danach entwickelte sich ein harter Kampf um jeden weiteren Punkt und mit wechselnder Führung. Schließlich gelang dem SSC nach der zweiten Technischen Auszeit der Vorsprung auf 19:15. Aber die Gäste machten Boden gut. Beim Stande von 20:19 nahm Felix Koslowski eine Auszeit. Doch es kam zum Ausgleich 20:20. Anja Brandt erzielte das 21:20. Das 23:23 entstand, weil Lousi ihren Aufschlag ins Aus setzte. Die Gäste machten es nicht besser. Dann hieß es Satzball für Schwerin: 24:23. Anja Brandt vollendete zum 25:23-Satzgewinn für Schwerin.

Im zweiten Satz gingen die Gäste erneut in Führung. Es war der SSC-Block, der zum Ausgleich 7:7 führte. Aber in die erste TA ging der SSC mit einer 8:7-Führung. Die Spielstände glichen denen des ersten Satzes. Niemand konnte sich absetzen. Erst nach der zweiten TA (16:15) drehten die  Gäste das Spiel. Ihr Vorsprung war nach einem Annahmefehler des SSC auf 20:16 angewachsen. Trotz Auswechslung konnte der SSC das Blatt nicht wenden. Er wehrte zwar noch drei Satzbälle ab. Der letzte Aufschlag ging ins Aus. Schwerin verlor den zweiten Durchgang mit 22:25.

Der dritte Satz sollte über das Weiterkommen des SSC im CEV Cup entscheiden. Zunächst sah es auch nach einem erfolgreichen Spielverlauf aus. Einen spektakulären umjubelten Ballwechsel beendete Jennifer mit einem wuchtigen Angriffsschlag zum 8:4. Der Abstand vergrößerte sich auf 14:7. Doch wie schnell solch ein Plus wieder schmelzen kann, zeigte der weitere Verlauf. Khimik verkürzte von 17:11 auf 17:15. Jennifer sammelte die meisten Punkte in diesem Satz. Sowohl das 18:16, das 19:16 und das 20:16 gingen auf ihr Konto. Ariel Turner schlug zum 25:19 Satzgewinn ein. Der Schweriner SC ist mit den beiden gewonnen Sätzen in der Challenge Runde des CEV Cups!

Nun konnte der SSC frei aufspielen. Der psychische Druck war weg, aber nicht der Druck im Spiel, den der SSC dann entfachte. Den Gästen war die Lust am Spiel vergangen. Felix Koslowski brachte alle ins Spiel, die er auf der Bank hatte. Anbrennen konnte nichts mehr. Über die Stationen 8:3, 16:4 und 22:10 ging es in hohem Tempo und mit großer Spielfreude zum 25:12 Satzgewinn. Nach dem 3:0 im Hinspiel setzte der SSC mit dem 3:1 im Rückspiel vor der heimischen Kulisse (1350 Zuschauer) seiner Viertelfinalteilnahme im CEV Cup die Krone auf.

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