Schwerin setzte gleich zu Beginn des 1. Satzes den Gegner mit gekonnten Aufschlägen unter Druck. Dresden war irritiert, als es plötzlich 8:0 für den Schweriner SC stand. Dann war Dresden am Zuge, machte aber nur 2 Punkte gut. Schwerin übernahm wieder das Zepter und schlug weiter in der DSC-Hälfte ein bis zum 10:2. Dresden versuchte zu kontern und den Abstand zu verringern. Das ging nur in kleinen Schritten, denn der SSC war in dieser Phase der eindeutig Überlegene. Mit 16:7 ging er in die 2. technische Auszeit. Alles weitere auf Dresdner Seite Spielkosmetik. Anne Buijs verwandelte den 2. Satzball für Schwerin zum 25:16.

 

Dass es so nicht weiter gehen konnte, wurde den Schützlingen von Trainer Alexander Waibl schnell klar. Er stimmte sein Team in der Pause voll auf Angriff ein. Es lief besser bei den Gästen. Beim Stande von 7:10 für Dresden vollführte Alexander Waibl  einen Freudentanz. Der SSC kämpfte sich wieder heran und glich zum 16:16 aus. Das Spiel ging  weiter mit wechselnden Führungen. Das 25:25 war der Knackpunkt. Schwerin machte den nächsten Punkt und Dresden schickte nacheinander zwei Bälle ins Aus. Satzgewinn für Schwerin: 27:25.

 

Im 3. Satz gab zunächst Schwerin den Ton an und erarbeitete sich eine 10:6-Führung, Die schmolz aber schnell dahin. Nach dem Ausgleich zum 13:13 drehte Dresden auf und nutzte Annahmefehler und Unstimmigkeiten bei den Mädels vom SSC gnadenlos aus. Teun Buijs wechselte nach dem 15:19 Tochter Anne aus und brachte Julia Retzlaff. Doch große Wirkung hatte das nicht. Dresden behielt die Oberhand und sicherte sich den Satzgewinn (19:25).

 

Es folgte Satz-Nr. 4. Anja Brandt servierte ein Ass und holte den ersten Punkt für den SSC. Dresden aber blieb hellwach und setzte der Annahme des SSC schwer zu. 3:10 führten die Gäste. Die Energie, die beim SSC im 1. Satz im Spiel war, schien aufgebraucht. Aufschläge gingen ins Aus, die Abwehr wirkte müde und die eigenen Angriffe kamen zu lasch über das Netz. Dresden machte weiter Druck und bezwang den SSC aus seiner Sicht 25:17 im 4. Satz.

 

Der Tiebreak musste es richten. Schwerin vergab die ersten beiden Punkte. Ein Volltreffer von Patricia Thormann stellte den Anschluss zum 3:4 her. Das 6:6 sicherte Denise Hanke. Sie war es auch, die zum Satzball 14:10 einschlug. Berits Aufschlag führte dann zum 15:10 und damit zum Sieg im ersten Finalspiel.

 

Am Ende dieses Spiels wurde Zuspielerin Denise Hanke als beste Spielerin der 1. Bundesliga 2012 durch Ministerpräsident Erwin Sellering ausgezeichnet.

 

Beste Spielerinnen: Patricia Thormann (SSC) und Stefanie Karg (Dresdner SC).

Bericht : Wolfgang Schmidt für den Schweriner SC