Die besseren Karten hatten die Gäste aus Thüringen, denn das Hinspiel am 25.3. hatten sie 3:2 gewonnen. Schwerin musste punkten. Aber wie schwer das sein kann, zeigte der Spielverlauf. Das Publikum tat sein Bestes, um die Mannschaft während des gesamten Spiels anzufeuern.

 

Der SSC startete mit Topic, Thormann, Kauffeldt, Hanke, Buijs und Thomsen. Zwei Annahmefehler zu Beginn des 1. Satzes brachte die Gäste in Führung. Der SSC verlor etwas den Anschluss und lag mit 4:8 hinten, nachdem Mira ihren Ball ins Aus serviert hatte. Aber Berit Kauffeldt, Anne Buijs und Denise Hanke führten den SSC wieder heran. Denise erzielte den Ausgleich zum 9:9. Suhl nahm eine Auszeit und kämpfte weiter um jeden Ball. Eine Annahmeschwäche, ein guter Block der Gäste, ein Ball ins Aus und schon lag Schwerin erneut mit 4 Punkten zurück (10:14). Doch es ging um alles. Schwerin musste einen Zahn zulegen und tat dies auch. Aus dem 13:17-Rückstand wurde schließlich durch Mira Topic der 20:20-Ausgleich. Suhl holte sich die Führung zurück und mit 23:25 auch den 1. Satz.

 

Im 2. Durchgang scheiterte der SSC mehrfach am gegnerischen Block. So gerieten die Mädels von Teun Buijs erneut ins Hintertreffen. 2:7 lautete der Spielstand kurz vor der ersten Pause. Zu zahm wirkten die Angriffe des Pokalgewinners. Dennoch hielt der SSC Anschluss und glich zum 12:12 aus. Zur 1. TA  aber führte Suhl wieder und machte drei wertvolle Punkte in Folge. Schwerin holte auf und blieb dem Konkurrenten auf den Fersen: 13.13, 19:19, 22:22. Die nächsten Punkte und auch der 2. Satz gehörten dem VfB.

 

 War es das schon für den SSC? Bange Fragen unter den 1300 Zuschauern. Die Mannschaft hatte verstanden. Knapp aber verdient gewann der SSC den 3. Satz mit 28:26. Er musste sich gegen eine starke Abwehr der Gäste durchsetzen. Suhl hatte beim Stande von 23:24 schon den Sieg im Blick doch das glückliche Händchen war auf Seiten des SSC.

 

Im 4. Satz ging der erste Punkt zwar an Suhl, doch lange hielten die Suhlerinnen das Schweriner Tempo nicht mit. Ein wahres Aufschlagsgewitter des SSC zog über das Suhler Spielfeld. Ein Block von Berit Kauffeldt führte zum 25:13. Den Tiebreak ließen sich die SSC-Mädels nicht nehmen. Sie gewann en ihn 15:9.

 

Die Stimmung ereichte damit ihren Siedepunkt, denn der Golden Set musste es richten. Punkt, Ausgleich, Punkt, Ausgleich, so arbeiteten sich beide Mannschaften voran. Es stand 15:15. Der nächste Ball ging an Schwerin und Julia Retzlaff nutzte ihre Chance zum Siegtreffer einzuschlagen. Die Halle tobte – eben eine Atmosphäre wie in Halle.

 

Vendula Merková (#12 VfB Suhl) und Mira Topic (#4 Schweriner SC) erhielten die Auszeichnungen der Trainer.