Schweriner SC gewinnt das Vietentours DVV-Pokalfinale 2012

5. März 2012
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Der erste Punkt im Endspiel um den Vietentours DVV-Pokal geht an den Schweriner SC und damit an die auf dem Feld stehenden Patrica Thormann, Berit Kauffeldt, Denise Hanke, Anja Brandt, Anne Buijs, Mira Topic – und als Libero Lisa Thomsen – und schon der erste Ballwechsel zeigt, dass sich die über 10.000 Zuschauer auf ein tolles Spiel freuen können. Doch als der SSC dann mit vier Punkten auf 6:2 (aus Sicht Schwerin) davon zieht, nimmt Guillermo Gallardo seine erste Auszeit. Vilsbiburg  bleibt auch im nächsten Angriff ohne Erfolg (7:2), kommt aber einen Spielzug später zum dritten Punkt. Den Punkt zur technischen Auszeit erzielt Anne Buijs direkt im Anschluss und so führt der SSC zur technischen Auszeit 8:3. Die Schweriner halten die Raben auf Abstand (10:4), bekommen dann jedoch Druck von Vilsbiburg zu spüren (10:6). Schwerins Annahme steht gut und somit gelingt immer wieder ein toller Spielaufbau, der mit erfolgreichen Angriffen endet (14:9). Patricia Thormann sorgt für den Punkt zur zweiten technischen Auszeit (16:12).  Beim Stand von 17:15 kommt Julia Retzlaff in der Annahme für Patricia Thormann und Denise Hanke nutzt einen gut stehenden zweiten  Ball zum Angriff (18:15). Doch Vilsbiburg wittert seine Chance und beim 19:18 nutzt Teun Buijs seine erste Auszeit. Der 38 Punkt des Satzes fällt dann auch auf Schweriner Seite (20:18). Patricia Thormann kommt zurück ins Spiel und Vilsbiburg schafft den Ausgleich (20:20) und auch nach dem 21. Punkt für Schwerin bleiben die Bayerinnen dran (21:21). Anne Buijs schlägt den bayerischen Block an, der  Ball landet im Aus, es steht 23:21 für Schwerin und die Raben nehmen die zweite Auszeit. Patricia Thormann sorgt von Position zwei für den Satzball (24:21) und ein Aufschlagass von Anja Brandt beendet den Satz (25:21).

 

Der zweite Durchgang beginnt mit der 1:0 Führung für Vilsbiburg, doch das wird sofort von Mira Topic egalisiert (1:1) und wieder ist es zu Beginn ein Hin-und-Her (5:5) doch kurz vor der Auszeit kann der SSC sich ein wenig absetzen (7:5). Allerdings hat Vilsbiburg etwas gegen eine zu frühe Auszeit und macht den nächsten Punkt (7:6). Länger dauert es jedoch nicht bis zur kurzen Verschnaufpause, denn beim (8:6) gehen beide Teams vom Feld. Mit zwei guten Schweriner Angriffen  geht es weiter (10:6), doch Vilsbiburg verkürzt (11:10) im weiteren Verlauf. Eine schlechte Annahme kann noch gerettet werden und Anja Brandt macht den Punkt 13:11 und der Schweriner Fanblock steht Kopf. Der SSC nutzt den Schwung und kann auf 16:11 davon ziehen. Auch nach der Auszeit geht es so weiter: Block Berit Kaufffeldt, Punkt Schwerin (17:11). Wieder steht die Annahme, so dass der Spielaufbau gelingt und immer wieder erfolgreiche Spielzüge bei den Mecklenburgerinnen folgen und so kann die Führung ausgebaut werden (19:12). Mit einem glücklichen Netzroller kommt Schwerin zum 21. Punkt (21:13). Beim 21:15 greift Julia Retzlaff erneut für Patricia Thormann ins Geschehen ein. Und auch der nächste hochklassige Ballwechsel geht zu Gunsten des SSC aus (23:15). Unstimmigkeiten in der Raben-Abwehr bringen den Satzball (24:15), der mit einem Hinterfeldangriff von Schwerin zum deutlichen 25:15 umgewandelt wird

 

Den ersten Punkt im dritten Satz verbucht Vilsbiburg für sich, doch es kommt sogleich zum Ausgleich (1:1). Die Roten kommen besser in diesen Satz (1:4) und Teun Buijs versucht mit einer Auszeit diesen Lauf zu unterbrechen. Bis zur ersten technischen Auszeit gelingt das nicht (4:8). Auch im Anschluss fallen die Punkte zunächst für die Vilsbiburgerinnen und Teun Buijs nimmt beim 4:10 die zweite Auszeit. Mit einem Ass kommt es zum 4:12-Rückstand, aber dass dieser Satz ist noch lange nicht verloren ist, zeigen die Schwerinerinnen in den nächsten Ballwechseln (7:12). Der Wechsel von Julia Retzlaff und Patricia Thormann erfolgt beim (8:15) und beim Stand  von 8:16 geht es in die technische Auszeit. Nach drei Schweriner Punkten in Folge ist es Vilsbiburg, das zur Auszeit ruft (11:16). Dank der tollen Unterstützung der Schweriner Fans und der mitgereisten Friedrichshafener Anhänger im Rücken der Schweriner, kommt der SSC auf 14:16 ran. Die genommene Auszeit auf der Rabenseite zeigt jedoch vorerst Wirkung (14:18). Beim 17:20 kommt Patricia Thormann züruck aufs Feld und Anja Brandt bring die Mannschaft mit einem erfolgreichen Block wieder heran (19:20). Beim 22:22 kann Schwerin ausgleichen. Beim 23:23 verliert sogar der Linienrichter die Fahne und es ist alles offen. Ein Block Schwerins landet im Aus, Vilsbiburg hat Satzball (23:24) und kann diesen auch sofort aufgrund eines Schweriner Fehlers verwandeln (23:25).

 

Mit einer 1:0-Führung startet Schwerin in den vierten Satz und dank eines Blocks erfolgt der nächste Punkt (2:0). Ein technischer Fehler bei Schwerin bringt Vilsbiburg den ersten Punkt und der angeschlagene Schweriner Block führt zum Ausgleich (2:2). Mit einer knapp verschlagenen Angabe kommt es  zum 4:3. Anne Buijs schlägt den Rabenblock an: dieser Ball landet im Aus und es wird zur ersten technischen Auszeit gepfiffen (8:5). Ein Einbeiner von Berit Kauffeldt landet auf der Vilsbiburger Hälfte im Aus und sorgt für den nächsten Schweriner Punkt (8:6). Mit einer strittigen Entscheidung bleibt Vilsbiburg dran (11:9) und zwei Schweriner Angriffe landen nach dem Block im eigenen Feld: 11:11 und Auszeit Schwerin. Diesmal kommt Julia Retzlaff für Anne Buijs ins Spiel und macht mit einem Hinterfeldangriff den nächsten Punkt für den SSC (12:11). Auch ein Lupfer passt genau und es steht 13:12. Vilsbiburg muss diesen Satz gewinnen und lässt den SSC nicht davon. Diesmal geht eine strittige Entscheidung zu Gunsten des SSC aus und es steht 15:13. Ein schneller Angriff über Berit Kauffeldt führt erst zum 16:14 und damit zur zweiten technischen Auszeit. Schwerin kann sich nicht absetzen, die Raben punkten mit einem Angriff (16:15). Denise Hanke macht ihren nächsten direkten Punkt und nun sind es drei Punkte, die beide Teams voneinander trennen (18:15). Visbiburg verschlägt den Aufschlag und Schwerin kommt zum 20. Punkt und Anne Buijs zurück ins Spiel (20:17).  Am Ende des vierten Satzes tobt die Halle und niemand sitzt mehr, da die Raben erneut rankommen (20:19). Teun Buijs ruft seine Damen zur Seitenlinie und nimmt eine Auszeit. „Kämpfen Schwerin, kämpfen!“ rufen die norddeutschen Fans doch Vilsbiburg gleicht aus (20:20) und geht sogar in Führung (20:21). Die Annahme beim SSC wackelt und schnell steht es 20:23. Alle Fanlager feuern die Teams an und Schwerin holt auf (22:23) und es heißt Auszeit für die Roten Raben Vilsbiburg.  Ein Angriff von Patricia Thormann und wieder herrscht Punktgleichheit (23:23). Dank eines nicht zu kontrollierenden Aufschlags von Anja Brandt heißt es Satzball (24:23), doch RRV kann ausgleicht. Auch der nächste Satzball für Schwerin kann nicht umgewandelt werden und so muss der Satz über die „normalen“ 25 Punkte hinausgehen. Beim 27:25 steht der diesjährige Sieger fest: die Raben müssen den Pokal hergeben, denn der Schweriner SC hat mit der unglaublichen Unterstützung der Schweriner und Friedrichshafener Fans den Pokalwettbewerb für sich entscheiden können. Für die Mannschaft gibt es kein Halten mehr. Alle liegen sich in den Armen, strahlen über das ganze Gesicht und feiern sich und den Pokalgewinn dank einer überlegenen Leistung.

 

Nach dem Männerfinale, das der VfB Friedrichshafen überraschend deutlich mit 3:0 gegen Generali Haching für sich entscheiden konnte (25.23, 25.20, 25:20), erhalten die Mannschaften unter anderem von Ministerpräsident Erwin Sellering den Pokal, der nun bis zum nächsten Jahr bei den Frauen am Schweriner See und bei den Männern am Bodensee weilen wird. Als wertvollste Spielerin des Endspiels wird Anne Buijs ausgezeichnet.


 

 

 

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