Bestens präparierte Wettkampfstätten und ein lückenloses sportliches und zeitliches Management boten den teilnehmenden Mannschaften optimale Bedingungen. Vom 7. bis 8. Mai galt es, insgesamt 49 Spiele zu absolvieren. Dafür standen den Athleten vier Felder in der Palmberg Arena und in der alten Volleyballhalle zur Verfügung.

Die Mannschaft des Schweriner SC mit ihrem Trainer Horst Holz stieg mit einem klaren 2:0-Sieg über den Westdeutschen Meister DJK Delbrück aus Nordrhein-Westfalen in das Meisterschaftsturnier ein. „Jedes erste gewonnene Spiel ist immer etwas Besonderes“, meinte Horst Holz nach dem Spiel und verwies zugleich darauf, dass das erst der Anfang des Turniers sei. Für Delbrücks Trainer Dominik Kathöfer war die erste Niederlage im Turnier kein Beinbruch. „Wir treten hier als krasser Außenseiter an, denn erst vor drei Wochen hatten wir uns für diese DM qualifiziert. Daher war unsere Vorbereitungszeit sehr kurz. Die Bedingungen hier sind sehr gut. Das steigert die Spielfreude ungemein.“ Seine Mannschaft wurde lautstark unterstützt von einer privat mitgereisten Fangruppe, darunter auch von Heribert Tölle. „Unser Sohn Julius mit der Nr. 6 gehört mit zur Mannschaft. Wir wollten sie unterstützen. Außerdem ist es hier sehr schön, die Halle, die Umgebung und dann die gute Organisation. Das habt ihr wirklich gut gemacht.“

 Sowohl der Schweriner SC, als auch der Außenseiter Delbrück konnten in die Entscheidungen um die Medaillenplätze nicht eingreifen. Der Schweriner SC scheiterte im Viertelfinale an dem späteren Meister VC Gotha. Das tat nicht nur den Spielern und ihrem Trainer weh sondern auch zuschauenden Fans wie Jutta Balster. Sie ist die Oma von Junioren-Nationalspieler Corbin Balster im SSC-Team. Nach Ansicht der früheren DDR-Nationalspielerin (mehrfache Meisterin, zwei Europapokalsiege mit dem SC Traktor, Olympiateilnehmerin in Montreal 1976) reichte die gemeinsame Trainingszeit nicht aus. Mehrere Stammspieler waren erst Mitte dieser Woche zur Mannschaft gestoßen. Gotha war für sie der absolute Favorit. „Die waren einfach besser in Annahme und Blockabwehr.“ Beim Spiel um die Plätze fünf bis acht rang der SSC zunächst die Jungs vom VfB Friedrichshafen mit einem viel umjubelten 2:0 nieder. Dann kämpfte der Gastgeber dieses Turniers gegen die starke Sechs des Eimsbütteler TV und gewann auch dieses Match mit 2:0. Somit wurde es ein fünfter Platz für den SSC bei der DM 2016. Das Finale spielten der VC Gotha und der TSV Mühldorf aus. Es war ein „wahnsinnig spannendes Endspiel“, wie SSC-Präsident Johannes M. Wienecke während der Siegerehrung sagte. Gotha schlug Mühldorf im Tiebreak (17:15) und sicherte sich mit überschäumender Freude den Titel Deutscher Meister U20.