Schwerin hält Dresden auf Abstand: 3:2-Sieg

5. Februar 2017
Neuigkeit teilen:

© EH Foto

Das Sonntagsspiel der Bundesliga zwischen dem SSC Palmberg Schwerin und dem Dresdner SC zog  rund 2000 Zuschauer in die Schweriner Arena. Der Tabellenerste  empfing den Tabellenzweiten zum nächsten Punktspiel. Und um Punkte ging es wahrlich in diesem Match. Dresden lag zu diesem Zeitpunkt nur vier Punkte hinter dem Tabellenführer SSC. Schwerin wollte seine Verfolger weiter auf Abstand halten, doch das war ein hartes Stück Arbeit.

Felix Koslowski begann mit dem Stammsechser, hielt sich aber für den Verlauf des gesamten Spiels sämtliche Wechseloptionen offen. Der Block der Gäste wehrte den ersten Angriff des SSC ab. Der DSC ging in Führung. Eine Schwäche des SSC offenbarte sich gleich im ersten Satz. Viele Angriffsoperationen gingen ins Leere oder ins Netz, so unter anderem nach dem 5:5. Louisa Lippmann, die ansonsten viel Sicherheit ins Schweriner Spiel brachte, verschlägt zwei Mal hintereinander. Ihr folgte Jennifer Geerties mit einem Fehlschlag. Mit 5:8 ging es in die erste technische Auszeit. Nach dem 7:11 rief Felix Koslowski zur Auszeit. Danach lief es besser. Dresden  blieb in Führung, obwohl Schwerin mehrfach zum Ausgleich kam. Einer der schönsten Ballwechsel in diesem Satz führte zum 14:14. Denise Hanke verteilte nicht nur die Bälle, sondern versenkte einige im gegnerischen Feld, so den Ausgleichstreffer zum 16:16. Aber Fehler im Aufschlag brachten Dresden erneut in Führung. Dresden ließ sich den Satz nicht nehmen. Er ging 17:25 an die Gäste.

Der erfolgreiche Einstieg in dieses harte Match entwickelte Begehrlichkeiten beim Gegner. Er legte zu im Angriff und sicherte sich auch den zweiten Durchgang, diesmal mit dem Stand von 18:25. Mit der Leistung waren weder die Spielerinnen des SSC noch die Fans zufrieden.  Zu viele Bälle landeten im Netz oder im Aus. Irgendwie brach der Schlendrian durch. Die Dresdnerinnen waren selbst erstaunt, wie leicht sie zu Punkten kamen. Sie hängten den SSC regelrecht ab. Am Ende hieß es 17:25.

Doch dann schlug die Stunde des Rekordmeisters oder besser gesagt die Stunde des Gewissens für die Mädels des SSC. Sollten sie sich derart in ihrem eigenen „Wohnhaus“ vorführen lassen? Kein Stück weiter. Felix Koslowski brachte Lexi Dannemiller, Ariel Gebhardt und Hannah Tapp aufs Feld. Siehe da, es ging doch. Mutig und risikobereit legten sich  die Mädels ins Zeug. Allein die Aufschläge von Lexi Dannemiller beindruckten Dresden stark. Schließlich führte der Block von Lauren Barfield zum glücklichen Ende des Satzes: 25:22. Der USA-Vierer erlebte eine Sternstunde.

Tempo, Genauigkeit und Spielfreude wurden auf Schweriner Seite beibehalten. Diesmal waren es die Aufschläge von Hannah Tapp, die Dresden in einen 4:0-Rückstand brachten.  Es gelang den Gästen, wieder aufzuholen, die Führung blieb bei Schwerin. So bejubelte das Publikum das Satzergebnis von 25:20.

Der Jubel aber steigerte sich im Tiebreak. Es war Ariel Gebhardt, die mit ihren Angriffen diesen Satzgewinn fast allein herbeiführte und damit auch zu Recht zur besten Spielerin des SSC gewählt wurde. 15:8 gewann Schwerin und machte mit diesem Ergebnis einiges wieder gut, was in Mannheim verloren gegangen war.

Als „Sports&Travel“-MVPs  wurden gewählt: Ariel Gebhardt (SSC) und Brittnee Cooper  (DSC).


© EH Foto

© EH Foto

© EH Foto

Neuigkeit teilen: