Der SSC hielt im Foyer der Schweriner Arena eine kleine Überraschung bereit. Er hatte einen geputzten Pokal präsentiert, den die Volleyballerinnen von Traktor Schwerin  im Europapokalwettbewerb der Landesmeister 1978 gewonnen hatten. Unter den Zuschauern des Spiels gegen Bursa waren auch die Pokalgewinnerinnen Helga Gutte (damals Offen) und Anke Maukel (damals Westendorf).

Verstecken musste sich die Mannschaft um Felix Koslowski keinesfalls. Denn der SSC hatte im Viertelfinale den als stärker eingeschätzten Gegner Gorgonzola Novara aus Italien aus dem Rennen geworfen. Doch ein anderes Spiel war jetzt angesagt gegen hoch motivierte Gäste des Bursa BBSK aus der türkischen 1.Liga (5.Tabellenplatz). Schwerin ging mit Lousi Ziegler, Lonneke Sloetjes, Diana Nenova, Anja Brand, Laura Weihenmaier und Janine Völker an den Start. Die Gäste servierten den ersten Ball, Schwerin machte den ersten Punkt. Bursa holte sich schnell die Führung vor allem dank der harten Aufschläge von Isabel Pena. Der SSC lag 2:5 hinten, glich aber nach der ersten Technischen  Auszeit zum 8:8 aus. Anja Brandt brachte Schwerin wieder in Führung und Lousi Ziegler baute sie aus zum 12:10. Als Lonneke Sloetjes am Block der Gäste scheiterte, stand es 13:13. Bursa führte zur zweiten TA 16:14. Mit Übersicht verkürzte Lousi Ziegler zum 18:19. Der Schweriner Block parierte einen Angriff und der Ausgleich war geschafft. Der Einer-Block von Anja Brandt sicherte die Führung. Dann holte Lonneke zwei Mal zum Angriff aus und stellte einmal den Block, so dass Schwerin den Satz mit 25:19 gewann. 23 Minuten waren gespielt Dem SSC unterliefen diesmal keine Aufschlagfehler.

 

Im zweiten Satz drehten die Gäste aus Bursa auf, nachdem sie mitbekommen hatten, wo bei Schwerin der Schuh drückt. Vor allem wackelte die Annahme beim SSC, so dass die 8:7-Führung schnell verloren ging. Beim Stande von 8:9 verletzte sich Bursa-Spielerin Brens Rivera (Außenangriff). Ihre Mitspielerinnen verdauten den Schock und gingen weiter zum Angriff über. Schwerin geriet durch eigene Fehler immer mehr in Bedrängnis. Die Abstimmung untereinander klappte auch nicht mehr so ganz. Lonneke bemühte sich fleißig, Rückstände aufzuholen, aber nach dem 15:18 verlor Schwerin den Faden. Eine Auszeit war überfällig. Sie führte  zu nichts. Der SSC musste den zweiten Satz nach 26 Minuten mit 16:25 an Bursa abgeben.

 

Das knappste Resultat dieses Spiel wurde im dritten Satz erzielt. Beide Mannschaften lieferten sich einen packenden Kampf um jeden Ball. Dabei hatte Bursa bereits mit 5:10 vorn gelegen. Lonneke und  Lousi gaben der Mannschaft Sicherheit und Rückhalt. Außerdem stand der Schweriner Block gut und verhinderte nach dem 16:16-Ausgleich ein Davoneilen der Gäste. Man blieb auf Tuchfühlung  bis zum 24:24 durch Lousi. Anja Brandt servierte den ersten Satzball zum 25:24. Der SSC siegte 26:24. Der Spielstand: 2:1 für Schwerin.

 

Der vierte Satz folgte. Schwerin schaltete voll auf Angriff und Risiko. Das brachte frischen Geist und Spannung ins Spiel. 4:0 stand es gleich zu Beginn. Der SSC verteidigte die Führung bis zum 7:7. Mehrere Asse servierte Jennifer Geerties. Der SSC ging mit 16:11 in die zweite Pause. Unterstützt und umjubelt von den 2015 Zuschauern war es Lousi vorbehalten, zum 25:19 und damit zum 3:1 Spielgewinn einzuschlagen. Damit schaffte sich der SSC eine gute Ausgangslage für das Rückspiel  in diesem Halbfinale des Challenge-Cups in Bursa am 29. März.

 

Fotos: SSC/Heiden