Schwer erkämpftes 3:2 des SSC über SC Potsdam

11. April 2019
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Das erste Halbfinalspiel am Donnerstagabend in Schwerin hatte aus Sicht der Gäste aus Potsdam etwas Besonderes. Noch nie in der Vereinsgeschichte des SC Potsdam war ein Frauenteam in das Halbfinale um die Volleyball-Meisterschaft vorgestoßen. Umso motivierter ging die Mannschaft von Guillermo Hernandez in die Begegnung. Man hatte nichts zu verlieren. Der SSC Palmberg Schwerin hat Kurs auf den dritten Titel der Saison genommen. Darum durfte man sich auch in diesem Spiel keine Blöße geben.

Dass das nicht so einfach wird, offenbarte gleich der erste Satz. Bis zur ersten Technischen Auszeit geriet der SSC in einen Zwei-Punkte-Rückstand (6:8): Die Gäste vergrößerten ihn bis zur zweiten TA (9:16). Schuld an diesem Stand waren vor allem Annahmefehler und fehlerhaftes Zuspiel auf Seiten des SSC.  In den Angriffen der Gegner lag mehr Wucht. Erst als es 13:20 stand, nahm Felix Koslowski eine zweite Auszeit.  Etwas Kosmetik verbesserte den Punktestand, doch es war zu spät. Potsdam wich nicht ab von seiner Linie, verteidigte mit allen Mitteln seinen Vorsprung. Ihr gutes Spiel  führte zum Satzgewinn für Potsdam (21:25).

Ausgeglichen ging es im zweiten Satz zu. Große Vorteile konnte sich keine der beiden Mannschaften erarbeiten. Immer wieder waren es Fehler im Aufschlag und in der Annahme, die den Gästen kurzzeitig zur Führung verhalfen, so beim 17:18  und beim 18:19. In der Schlussphase des Satzes allerdings mobilisierte der SSC seine Abwehrkräfte und brachte den Satz glücklich nach Hause (25:22).

Satz 3 heizte dann wieder die Gemüter der Schweriner  Fans an, weil der SSC zur ersten TA bereits mit 2:8 in Rückstand geraten war. Es bedurfte einer gewaltigen Kraftanstrengung, Potsdam doch noch einzuholen. Fast wäre es gelungen, nachdem der SSC-Block den Punkt zum 21:22 machte. Potsdam behielt die Nase vorn und holte sich den zweiten Satzball nach einer verunglückten SSC-Annahme.  Der Spielstand: 1:2. Was wird Potsdam mit nach Hause nehmen? Einen Sieg vielleicht in Schwerin?

Die Antwort darauf fiel erst im Tiebreak. Zuvor hatte sich der SSC durch eine konzentrierte Spielweise Satz  Nr. 4 gesichert. Aber das war auch nicht ohne Fehl und Tadel. Jennifer Geerties legte eine gute Aufschlagserie hin, die den SSC mit 6:0 in Führung  brachte. Diese  ging aber fast verloren (6:5).Eine Auszeit war fällig. Der SSC-Block kam besser zur Geltung. Durch ihn erzielte der SSC das 12:8 und später das 19:15. Am Ende stand ein 25:19-Ergebnis zu Buche. Der Tiebreak lieferte, was Spitzenteams liefern können: Volleyball mit Höchstspannung. Der SSC schien schon wie der sichere Sieger auszusehen beim 14:11 durch Jennifer Geerties. Potsdam nahm eine Auszeit und verkürzte danach den Abstand auf 14:13 (ein Angriff von Jennifer ging ins Aus). Dann brachte sie den SSC wieder nach vorn (15:14) Greta Szakmary verließ das Glück bei ihrem Aufschlag. Es stand 15:15. Jennifers Angriff führte zum 16:15. Auch der nächte Punkt gehörte Schwerin. Mit großem Glück entschied der SSC das erste Halbfinalspiel mit 3:2 für sich. Potsdam erwies sich als ein ebenbürtiger Gegner, der zu einer schweren Hürde beim Weiterkommen des SSC werden kann.

Als beste Spielerinnen wurden ausgezeichnet: Jennifer Geerties (Gold), SSC Palmberg und Eva Hodanova (Silber), SC Potsdam

ssc-intern [ws]


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